FDP kommt in Umfrage auf sechs Prozent

Umfrage: Wähler in Schleswig-Holstein setzen auf die SPD

Köln (AFP) - Kurz vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 6. Mail herrscht einer neuen Umfrage zufolge Wechselstimmung in dem Bundesland. 50 Prozent der Befragten äußerten in der Umfrage für die ARD-"Tagesthemen" den Wunsch, dass die künftige Landesregierung von der SPD geführt werde. Nur 31 Prozent wollen weiterhin die CDU an der Spitze sehen. Die FDP kommt in der Umfrage auf sechs Prozent und hat damit Chancen auf Wiedereinzug in den Landtag.
Wahlkampfveranstaltung in Schleswig-Holstein Bild anzeigen
Wahlkampfveranstaltung in Schleswig-Holstein © AFP

In der Sonntagsfrage erreichte die Union 30 Prozent der Stimmen, die SPD kam auf 32 Prozent. Die Grünen lagen bei 13 Prozent. Gute Chancen auf den Einzug in den Landtag hat auch die Piratenpartei, die auf neun Prozent kam. Die Linke lag nur bei 2,5 Prozent und würde den Wiedereinzug in den Landtag verpassen.

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Partei der dänischsprachigen Minderheit, erreichte 4,5 Prozent. Da der SSW von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommen ist, könnte er bei der Mehrheitsbildung im Landtag eine entscheidende Rolle spielen. Nur mit dem SSW zusammen käme Rot-Grün auf eine Mehrheit der Stimmen.

Die FDP, die bei den letzten sechs Landtagswahlen in Deutschland den Einzug in die Landtage verpasst hatte, profitiert in Schleswig-Holstein offenbar von der Popularität ihres Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki. In der Umfrage gaben 31 Prozent an, sie könnten sich eine Stimmabgabe für Kubicki vorstellen, nicht aber für seine FDP. 49 Prozent sagten, der schleswig-holsteinische FDP-Landesverband sei eine andere Partei als die Bundes-FDP.

Wenn die Schleswig-Holsteiner ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich nur 27 Prozent für den CDU-Spitzenkandidaten Jost de Jager entscheiden. 49 Prozent würden hingegen den Spitzenkandidaten der SPD, Torsten Albig, wählen. Mehr als ein Drittel der Befragten gab in der Umfrage von Infratest dimap an, noch unentschlossen in ihrer Parteienpräferenz zu sein. Für die Erhebung wurden von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche 1.001 Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein telefonisch befragt.

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