KFD spielte „Die Dinosaurier“

Unterhaltsamer Theaterabend

Von Barbara Siebrecht
Würgassen - Ein köstlicher Spaß war das Theaterstück der Theatergruppe der KFD Würgassen, das an zwei Abenden dem Publikum in der Dreiländereckhalle präsentiert wurde. Bei der Premiere am Freitag waren die Plätze mit knapp 150 Personen ausverkauft. Wie es sich für einen Theaterabend gehört, war auch für eine Garderobe, Erfrischungen und den Pausengong gesorgt.

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Die „Dinosaurier“ planen einen Banküberfall.

© Foto: Siebrecht

Die Schauspielerinnen und die Souffleuse hatten diesmal eine riesige Menge Text zu bewältigen. Insbesondere Brigitte Sobireg als Sophie Ochsenfuß hatte lange Monologe zu halten, denn die Figur der zänkischen aber mitfühlenden alten Dame war die treibende Kraft der Handlung. Im Seniorenheim „Sanfte Ruhe“ ging es turbulent zu. Die vier störrischen Ältesten, die Dinosaurier genannt, waren aus Sicht der Direktorin nur schwer zu bändigen. Anstatt wie von ihr gewünscht melancholisch auf den Tod zu warten, hatten die Alten Pläne und ließen sich von der netten Pflegerin Conny nur schwer lenken. Die Zankerei zwischen Sophie und Hubert (Hildegunde Kleinschmidt) amüsierte das Publikum ebenso wie Fred (Petra Riepe), der wegen seiner Prostatabeschwerden alle fünf Minuten die Toilette aufsuchen musste.

Die strenge Direktorin (Stephanie Rüschhoff) drohte mit langen Monologen der netten Conny (Susanne Heidrich) die Kündigung an, wenn die Dinosaurier am Tag der offenen Tür nicht parieren würden und erlaubte die Vorführung der Abschiedsszene aus Romeo und Julia, die die Pflegerin mit den Dinosauriern eingeübt hatte, um diesen eine Abwechslung zu bieten. Viele Lacher ernteten die Generalprobe der Shakespeare-Szene bei der so einiges schief lief und die witzigen Szenen um die zarten Bande zwischen Fred und Amalie (Gaby Brökel).

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Amalie (Gabriele Brökel) und Fred (Petra Riepe) kommen sich näher.

© Foto: Siebrecht


Conny´s große Sorge galt derweil ihrem Freund, dem Bankangestellten Mario (Sylvia Kleinschmidt), der mehrfach von einem Bankräuber überfallen worden war. Um dem jungen Paar zu helfen und ihnen den Kauf einer Pizzeria zu ermöglichen, fasst Sophie den Plan, den Gangster zu fassen und das Belohnungsgeld dem jungen Paar zu geben. Da man aber nicht wusste wann der Bankräuber wieder zuschlagen würde, wurde der alte Fred verdonnert, den Banküberfall zu begehen und sich für das junge Paar zu opfern. Während der Handlung tauchten auch der schwule Bankdirektor (Andrea Gruppe) und der Reporter (Anika Steinmann) auf. Mit vielerlei Hindernissen und einer überraschenden Wendung am Schluss endete das Theaterstück nach drei Stunden. Die Schauspielerinnen wurden mit großem Applaus belohnt und auch Robert Hartung erhielten für Bühnenbau und Holger Schmidt für die Technik ein dickes Dankeschön.

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Hubert (Hildegunde Kleinschmidt) und Sophie (Brigitte Sobireg) spielen die Abschiedsszene aus Romeo und Julia.

© Foto: Siebrecht

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