In den vergangenen Monaten waren immer wieder interne Dokumente des Vatikans an italienische Medien gegeben worden, in denen es auch um Korruptionsvorwürfe ging. Papst Benedikt XVI. ordnete Mitte März eine Untersuchung an und betraute eine Kommission von Kardinälen unter der Leitung von Erzbischof Angelo Becciu mit den Ermittlungen. Im Fokus der Korruptionsvorwürfe standen meist die Vatikanbank und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, die Nummer zwei nach dem Papst.
Am Donnerstag war der Chef der Vatikanbank, Ettore Gotti Tedeschi, nach einem einstimmigen Misstrauensvotum des Vorstands zurückgetreten. Das Pressebüro des Vatikans teilte mit, er habe nicht den "grundlegenden Anforderungen" seines Amts genügt. Gotti Tedeschi, ein Experte für Finanzethik, hatte seit dem Jahr 2009 an der Spitze der Vatikanbank gestanden. Die Staatsanwaltschaft leitete jedoch schon im Jahr 2010 Ermittlungen wegen Geldwäscheverdachts gegen ihn ein.
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