Unter anderem Dokumente zu Korruption veröffentlicht

Vatikan untersucht Veröffentlichung interner Dokument

Vatikanstadt (AFP) - Nachdem wiederholt vertrauliche Vatikan-Dokumente an italienische Medien weitergereicht wurden, hat Papst Benedikt XVI. eine Untersuchung angeordnet. Dabei solle die gesamte Vatikan-Verwaltung unter die Lupe genommen werden, berichtete die offizielle Vatikan-Zeitung "L'Osservatore Romano". Erzbischof Angelo Becciu, der mit den Ermittlungen betraut wurde, beklagte einen "Mangel an Loyalität" jener, die die Dokumente weitergegeben hätten, und warf ihnen "Feigheit" vor.
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Papst Benedikt XVI. © AFP

In den vergangenen Monaten waren immer wieder interne Vatikan-Dokumente an italienische Medien weitergegeben worden, bei denen es auch um Korruptionsvorwürfe ging. Dabei standen meist die Vatikanbank und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone im Fokus. Bertone ist im Vatikan die Nummer zwei hinter dem Papst.

Der Vatikan-Sprecher Federico Lombardi hatte die Veröffentlichung der Dokumente scharf kritisiert. Dies würde "Verwirrung" stiften und den Vatikan in einem "schlechten Licht" dastehen lassen. Vatikan-Vertreter warfen der italienischen Presse vor, eine Kampagen gegen die Vatikan-Führung und insbesondere gegen Bertone zu führen.

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