40 Jahre Hofgeismarer Wohnstätten

Verbundenheit und Veränderung

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Zur Jubiläumsfeier „40 Jahre Hofgeismarer Wohnstätten“ hatten sich viele Bewohner, derzeitige und ehemalige Mitarbeiter der bdks sowie einige Ehrengäste, zu denen auch Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher gehörte, eingefunden. Hier im Schützenhofweg, wo vor 40 Jahren alles begann, wurde dieses Jubiläum gebührend gefeiert.

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Bewohner und Mitarbeiter nahmen die Gäste mit auf eine Reise durch 40 Jahre Wohnstätten.

© Foto: Seidenstücker

Mitarbeiter und Bewohner nahmen die Gäste zunächst mit auf eine kurze Reise durch die 40 Jahre und zeigten verschiedene Stationen, Gebäude und Angebote auf. Dabei ergriffen auch einige Bewohner das Wort und es wurde deutlich wie wohl sie sich hier fühlen. Pferde, Freizeitangebote, Cafeteria, Fasching, Feste, die Villa Kunterbunt, die Kellerflöte - eine Art Bar, Walkinggruppe oder die verschiedenen Unterkünfte in Hofgeismar aber auch Burguffeln und vieles mehr wurde da mit Schildern dargestellt. „Donnerstag ist immer Frühling“, beschrieb eine der Teilnehmerinnen das Atelier, in dem sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen kann.
Unter dem Motto: „Verbundenheit und Veränderung“ stand dieses Jubiläum. Das hob auch Pfarrerin Brigitte Engelhardt-Lenz in einer kurzen Andacht hervor. „Nichts ist so beständig wie der Wandel“, sagte der Vorstandsvorsitzende der bdks, Joachim Bertelmann in seiner Eröffnungsrede und blickte dankbar auf die 40 Jahre Hofgeismarer Wohnstätten.
„Verbundenheit wird bei der bdks in die Tat umgesetzt“, machte auch Bürgermeister Markus Mannsbarth deutlich und signalisierte die Bereitschaft der Stadt für weitere Angebote der Einrichtung, die in Hofgeismar voll integriert ist.
In Vertretung für den Landrat überbrachte Juanita Hille-Kleij dessen Grußworte und ging auf die besonderen Anforderungen an den Landkreis bezüglich des Bundesteilhabegesetzes ein. Das Gesetzpaket regelt die Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen.
Nach dem offiziellen Festakt konnte man sich in einer Ausstellung, in der die 40 Jahre Wohnstätten in Dokumenten und Bildern zusammengefasst waren, nochmal genauer informieren.
Natürlich war im Schützenhofweg mit Kaffeetafel und einer anschließenden Mallorca-Party auch für einen unterhaltsamen Teil, mit vielen Gesprächen und Spaß gesorgt.

40 Jahre Wohnheim


1979 wurden die Hofgeismarer Wohnstätten im Schützenhofweg mit rund 100 Plätzen eröffnet. Kurze Zeit später folgten Hofgut, Gärtnerei, Bäckerei und Metzgerei. Im Laufe der Zeit wuchsen die Anforderungen und die Bewohnerzahl, sodass weitere Häuser eröffnet wurden. So kamen 1994 das Haus am Löffelburger Weg hinzu, 2000 die Grebensteiner Wohnstätten in Burguffeln mit dem „Brauhaus“ und „Fräuleinhaus“. 2008 zogen die Kinder vom Kinderheim Burghasungen in die neue "Villa Kunterbunt", aus der 2018 die „Villa an der Allee“ wurde und nun das Zuhause für Erwachsene Menschen mit Behinderungen ist. 2010 wurde aus dem ehemaligen Gästehaus 5 ein Bereich für junge Erwachsene. 2015 eröffnete man auch in Wolfhagen ein Wohnheim mit 15 Plätzen im ehemaligen Amtsgericht. Das „Haus an der Allee“ wurde in 2017 eröffnet und beherbergt zwei Wohngruppen. Das jüngste Projekt wurde im letzten Jahr eröffnet. Im „Alten Landratsamt“ in der Hofgeismarer Bahnhofstraße zogen 17 Menschen in das umgebaute Gebäude ein.
Insgesamt beherbergt die bdks im Wohnverbund Nord 151 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Zusätzlich werden 92 Klienten in ihren eigenen Wohnungen von Mitarbeitern betreut.