Kreiskrankenhaus Hofgeismar

Vorbereitet auf die Coronakrise

Hofgeismar (hai) - Auch wenn es im Kreiskrankenhaus Hofgeismar bislang noch keinen COVID-19-Fall gibt, hat sich die Einrichtung umfangreich auf die Versorgung von möglichen Infizierten vorbereitet.

So wurde eine eigene COVID-19-Isolierstation eingerichtet, in der normal Erkrankte und – in einem abgetrennten Bereich – auch intensivpflichtige Patientinnen und Patienten im Hinblick auf die Lungenkrankheit versorgt werden können. Patienten, die positiv auf COVID-19 getestet wurden und stationär behandelt werden müssen, werden im Isolierbereich aufgenommen. Für alle Patienten, die nur leichte Symptome aufweisen und bei denen ein Verdacht einer COVID-19 Infektion besteht, gilt auch weiterhin, dass sie sich an den kassenärztlichen Notdienst unter der Nummer 116117 wenden und die Anlaufstellen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes aufsuchen.
Verschiebung elektiver Operationen
Aufgrund der Verordnungen der Landesregierung hat die Kreisklinik Hofgeismar elektive Operationen sowie ambulante und physiotherapeutische Behandlungen ausgesetzt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die nötigen Kräfte für einen starken Anstieg von Coronapatienten zu bündeln und der Krise bestmöglich zu begegnen. Die ambulante und stationäre Notfallversorgung sowie die Behandlung dringend medizinisch notwendiger Behandlungen sind weiter gewährleistet.
Besuchsverbot
Bereits letzte Woche wurde für alle Klinikstandorte der Gesundheit Nordhessen, zu der die Kreisklinik Hofgeismar gehört, ein absolutes Besuchsverbot ausgesprochen. Angehörige können allerdings persönliche Dinge für die Patientinnen und Patienten abgeben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich darum, dass sie zu den jeweiligen Stationen gebracht werden. Ausnahmen des Besuchsverbots bestehen nach Absprache in Einzelfällen.
„Uns ist bewusst, dass die scharfen Regelungen für unsere Patientinnen und Patienten eine besondere Herausforderung darstellen“, sagt Stefan Bertelsmann, Geschäftsführer der Kreisklinik Hofgeismar. „Auch ohne Corona ist ein Krankenhausaufenthalt eine schwierige Situation für unsere Patientinnen und Patienten, in der die Unterstützung von Angehörigen und Besuchern wichtig ist. Wir möchten das so gut wie möglich abfedern und erlassen ihnen daher bis auf weiteres die Telefongebühren.“ Die Maßnahmen dienen dem Schutz der Patientinnen und Patienten, von denen viele zu Risikogruppen gehören, die in besonderem Maße vor dem Coronavirus geschützt werden müssen. Besonders gefährdet sind geriatrische sowie schwer erkrankte immungeschwächte Patienten. Darüber hinaus trägt die Krankenhausleitung eine besondere Verantwortung gegenüber Ärzten, Pflegekräften sowie allen weiteren Berufsgruppen im Krankenhaus, die jetzt schon eine herausragende Arbeit leisten und denen in den nächsten Wochen noch viel abverlangt werden wird. Im Namen der Beschäftigten appelliert Stefan Bertelsmann daher noch einmal an die Bevölkerung: „Ein Krankenhaus ist eine sensible Einheit. Jede Möglichkeit, Risiken zu senken, muss in dieser besonderen Zeit genutzt werden. Bitte helfen Sie uns dabei“.

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