Ortschronist Manfred Dierkes erinnert an politische Repräsentanten

Vorsteher, Bürgermeister und Bezirksausschussvorsitzende

Von Peter Vössing
Dalhausen – Schon seit geraumer Zeit schlummerte im Kopf des Dalhauser Ortschronisten Manfred Dierkes die Idee, sich einmal mit den politischen Repräsentanten des Beverdorfes zu befassen.

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Übergabe der Broschüre an ehemalige Bezirksausschussvorsitzende: (v.l.) Manfred Dierkes (Verfasser), Jürgen Böker (Heimatverein), Anton Suermann, Günter Böker und Bernhard Villmer.

© Foto: Vössing

Im März dieses Jahres, praktisch mit Beginn der Corona-Pandemie, machte er sich an die umfangreiche Arbeit, eine Schrift zu verfassen, in der die „Gemeindebürgermeister“ von 1888 bis 2020 mit ihrer politischen Laufbahn aufgelistet wurde.
Jetzt wurde vom Autor Manfred Dierkes dessen Ausarbeitung vor gestellt und Exemplare der Broschüre an die letzten drei Bezirksausschussvorsitzenden Anton Suermann, Günter Böker und Bernhard Villmer sowie an Jürgen Böker (Heimatverein) im Dalhauser Korbmacher Museum überreicht.
Die Recherche war schwieriger, als es sich Manfred Dierkes gedacht hatte. Viele alte Sitzungsunterlagen musste er wälzen, um schließlich zum Ziel zu gelangen. Er vertiefte sich dabei immer mehr in die alten Protokolle und erfuhr so ganz nebenbei viel aus der wechselvollen Geschichte seines Heimatortes, die eng mit den Gemeindevertretern verbunden war.
Dierkes kam am Ende zu einer wichtigen Erkenntnis: „Wenngleich sich auch die Bezeichnungen änderten, ob Vorsteher, Dorfschulze, Ortsbürgermeister, Bürgermeister oder Bezirksausschussvorsitzender, ihre Funktion, ihre Stellung als oberster politischer Repräsentant des Dorfes blieb weitgehend unangetastet und nicht zuletzt waren und sind es häufig die Ausschussvorsitzenden, die kraft ihrer Persönlichkeit und Amtsführung auch schwierige Beschlusslagen zu einem alle Seiten zufriedenstellenden Ergebnis führen.“
Lückenlos ist die Aufzählung der 14 Ortsvorsteher seit 1888. Auch die Namen und Amtszeiten der ersten 5 Vorsteher (bzw. Bürgermeister) des Ortes (ab 1825) wurden aufgeführt. Das waren Hehse (1825), Carl Anton Anke (1831), Ackermann Christian Frewer (1832-1842), Tischler Josef Böker (1842-1843) und Korbmacher Johann Vieth (1843-1852). Mit Bild und näherer Beschreibung sind folgende politische Vertreter des Korbmacherdorfes in der Broschüre zu finden:
1888 – 1919 Ackerwirt Friedrich-Wilhelm (Lauern) Sander, 1919 - 1928 Rendant Karl (Charly) Böker, 1928 1933 Verwaltungsangestellter Karl Tewes, 1933 – 1941 Kaufmann Walter Voigt, 1942 – 1945 Korbmacher Christian Villmer, 1945 – 1946 Korbmachermeister Johann (Kreutünekens) Dierkes, 1946 – 1948 Korbmacher Hubert (Birlekens) Dierkes, 1948 – 1956 Radiomechaniker Karl (Antons) Rose, 1956 – 1968 Karl (Kapes) Tewes, 1968 – 1969 Wilhelm (Kleinrehkers) Böker, 1970 – 1994 Schulhausmeister Anton Suermann (CDU), 1995 – 2000 Günter (Spundmichels) Böker (CDU) und 2000 – 2020 Polizeibeamter Bernhard Villmer (CDU).
Bernhard Villmer, der vor einigen Wochen sein Amt als Bezirksausschussvorsitzender nach 20 Jahren niederlegte, lobte den Beitrag von Manfred Dierkes zur Geschichtserfassung Dalhausens. „Ich möchte mich ganz herzlich auch im Namen meiner beiden Vorgänger für deine umfangreiche Arbeit und die dabei erstandene Schrift bedanken“, erklärte Bernhard Villmer abschließend.
Die äußerst interessante Broschüre kann über den Dalhauser Heimat- und Partnerschaftsverein (Jürgen Böker Tel. 05273/4881) bezogen werden. Einige Exemplare werden auch im Korbmacher Museum zum Erwerb bereit liegen, wenn dieses ab April wieder geöffnet ist.

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