Destatis: Besonders Exporte in der Autoindustrie seit Brexit-Votum rückläufig

Warenaustausch mit Großbritannien verliert weiter an Bedeutung

Wiesbaden (AFP) - Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Großbritannien verliert nach Angaben des Statistischen Bundesamts weiter an Bedeutung. Der gesamte Außenhandelsumsatz, also Exporte und Importe, lag zwischen Januar und Juli bei 68,5 Milliarden Euro, damit belegte das Königreich zuletzt nur noch Rang sieben der wichtigsten Handelspartner, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Im vergangenen Jahr war es noch ein Rang höher, 2015 und damit vor dem Brexit-Referendum war es sogar noch Rang fünf.
Containerschiff in Bremerhaven Bild anzeigen
Containerschiff in Bremerhaven © AFP

Den Statistikern zufolge wurden nach vorläufigen Ergebnissen von Januar bis Juli Waren im Wert von 47,1 Milliarden Euro von Deutschland nach Großbritannien exportiert und Waren im Wert von 21,3 Milliarden Euro von dort nach Deutschland importiert. Damit gingen die deutschen Exporte um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, die Importe sanken um 3,7 Prozent. Der Überschuss in der Außenhandelsbilanz betrug damit 25,8 Milliarden Euro.

Besonders die deutschen Exporte ins Königreich sinken seit dem Brexit-Referendum deutlich, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilte. Von 2010 bis 2015 waren sie noch kontinuierlich angestiegen.

Einen besonders starken Rückgang gab es demnach seitdem bei den Exporten von Kraftwagen und Autoteilen. Auch zwischen Januar und Juli sanken die Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent, die Importe dieser Güter gingen um 9,1 Prozent zurück.

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