Schloss Wilhelmsthal

Wartturm nach vier Jahren wiedereröffnet

Von Michael Rubisch

Wilhelmsthal – Nach einer vierjährigen Restaurierungsphase wurde der Wartturm im Garten des Schlosses Wilhelmsthal wiedereröffnet und steht Besuchern wieder in Führungen offen. Für 330.000 Euro wurde der Turm instandgesetzt.

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v.l. Minister Boris Rhein, Dr. Gisela Bungarten, stellv. Leiterin Museumslandschaft Hessen Kassel, Norbert Arnold, Bauabteilung MHK und Maik Mackewitz, Bürgermeister Calden.

© Foto: Rubisch

„Ich freue mich, dass wir heute die Ergebnisse der Arbeiten begutachten können und das die Besucherinnen und Besucher nun wieder in den Genuss dieser Anlage kommen. Besonders beeindruckend ist, wie weit das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassade und der Innenräume wiederhergestellt werden konnte“, betonte Boris Rhein, Minister für Kunst und Kultur bei einer Besichtigung der Anlage.
Der Wartturm stammt aus dem Jahr 1800. Landgraf Wilhelm IX ließ, inspiriert von der damaligen Epoche der Romantik, einem mittelalterlichen Turm in der Gartenanlage des Schlosses errichten. Von hier aus hat man einen großartigen Ausblick in die Umgebung. Brautpaare mit kleiner Hochzeitsgesellschaft können ab sofort auch im Wartturm sich trauen lassen.
Zu den Instandsetzungsarbeiten gehörten unter anderem Innenraumfassungen, Parkettarbeiten, die Erneuerungen von Treppengeländern, Sandsteinarbeiten, Fenster- und Türinstandsetzungen und Mauerwerksarbeiten. In regelmäßigen Führungen können sich Besucher nun wieder selbst ein Bild von Turm machen und den Ausblick genießen. Von der oberen Plattform aus ist auch der Jagdstern zu sehen. Jagdsterne sind Elemente aus der barocken Garten- und Landschaftsgestaltung und stehen im Mittelpunkt eines Systems aus sternförmigen zusammenführenden Sichtachsen und Schneisen. Jagdsterne dienten der Erschließung von Jagdrevieren, unter anderem für die Treibjagd mit Hunden, einem beliebten Vergnügen im 17. Und 18. Jahrhundert.

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Ausblick vom Wartturm im Garten des Schloss Wilhelmsthal.

© Foto: Rubisch


„Der wunderschöne Schlosspark ist ein Kleinod, das wir bewahren möchten. Das Land Hessen fördert weitere Arbeiten: die Restaurierung und Umnutzung der Wachhäuser mit rund 900.000 Euro und die Restaurierung des Skulpturenschmucks des Grottenkanals im Schlosspark mit rund 700.000 Euro. So sorgen wir dafür, unser kulturelles Erbe zu schützen, zu erhalten und für die Besucher erlebbar zu machen“, so Boris Rhein abschließend.

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