Außenminister hofft auf Verständigung

Westerwelle nimmt an Konferenz in Kabul teil

Kabul (AFP) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist zur Regionalkonferenz zur Zukunft Afghanistans nach Kabul gereist. Bei den eintägigen Beratungen von Vertretern aus 30 Ländern geht es darum, wie nach dem 2014 geplanten Abzug der NATO-Truppen die Stabilität der Region gesichert werden kann. "Wo Deutschland hierzu einen Beitrag leisten kann, wird es das tun", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts aus Anlass der Reise des Außenministers, die im Vorfeld nicht angekündigt worden war.
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Guido Westerwelle © AFP

An dem Treffen in Kabul nehmen die 15 afghanischen Nachbarstaaten teil, darunter auch Pakistan. Dem Land wird vorgeworfen, Aufständischen als Rückzugsort zu dienen. Ein Sprecher der in Kabul erwarteten pakistanischen Außenministerin Hina Rabbani Khar beteuerte, sein Land bekämpfe den Terrorismus mit aller Macht. "Wir werden einen sicheren Hafen für Terroristen auf unserem Gebiet nicht zulassen", sagte der Sprecher. Afghanistan bezweifelt jedoch, dass Islamabad zu wirklich konsequenten Schritten gegen die Extremisten bereit ist.

Westerwelle setze darauf, dass sich Afghanistan und seine Nachbarn in Kabul "auf konkrete vertrauensbildende Maßnahmen verständigen werden", sagte ein Außenamtssprecher vor Beginn der Konferenz. Die Bundesregierung hofft, dass auch eine stärkere wirtschaftliche Vernetzung langfristig die Sicherheitslage in der Region verbessern hilft.

Westerwelle wird auch mit Afghanistans Präsident Hamid Karsai zusammentreffen, um über den Stand bei der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen und die langfristige Unterstützung für das Land nach 2014 zu sprechen. Ein weiteres Thema soll der innerafghanische Versöhnungsprozess sein. Die Bemühungen um Friedensgespräche mit den Taliban kommen angesichts der anhaltenden Anschläge nicht voran.

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