Samtgemeinde Boffzen

Wildtiere in Ortslagen

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Eine Bache, die Frischlinge führt, kann angreifen.

© Foto: privat

Boffzen (ozm) - Einige Wildarten wie z. B. Fuchs, Marder, Waschbär, Wildschweine u. a. sind sehr anpassungsfähig und haben gelernt, in menschlichen Ansiedlungen wie Ortschaften zu leben. Kenntnisse über die jeweilige Wildart und dessen Lebensweise könnten hilfreich sein und würden das Entstehen von Problemen verhindern. Für viele Wildarten ist in den betroffenen Gebieten auch das Nahrungsangebot reichlich vorhanden, da der Mensch meist unbewusst dieses durch direkte Fütterung, Komposthaufen, Hunde- und Katzenfutter, fördert. Bei der Einhaltung des Fütterungsverbotes und durch die Anwendung wirksamer Schutzmaßnahmen können wir Menschen ganz gut mit Wildtieren in der Nachbarschaft zusammenleben.
Füchse und Waschbären etc. gehören zu den wildlebenden, herrenlosen Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen. Nach dem Jagdgesetz darf aus Gründen der Sicherheit innerhalb der geschlossenen Ortslage – befriedete Bezirke nicht gejagt werden. Unter sehr eng auszulegenden gesetzlichen Vorgaben kann die Jagdbehörde eine Ausnahme genehmigen, wenn von den Wildtieren eine konkrete Gefahr für Leib und Leben ausgehen sollte. Dabei ist zu beachten, dass die Fangjagd in Niedersachsen nur Personen mit einem gültigen Fallenschein ausüben dürfen.
Sollte dringendes Handeln erforderlich werden und ein Tier krank erscheinen, ist das Ordnungsamt der Samtgemeinde Boffzen zu informieren, welches sich bei Bedarf mit dem zuständigen Veterinäramt des Landkreises Holzminden abstimmt. Die Leitung der Ordnungsverwaltung der Samtgemeinde Boffzen ist durch die Untere Jagdbehörde mit entsprechender Ausnahmegenehmigung ausgestattet. In akuten Notsituationen ist die Polizei zu informieren.
Aktuell bereiten in den Revieren in der Samtgemeinde Boffzen Räude und Staupe bei Füchsen und Waschbären vermehrt Probleme. Hat sich ein Tier infiziert, sucht es oft die Nähe des Menschen, um sich in Scheunen oder Schuppen zu verstecken.
Aber nicht jeder Fuchs oder Waschbär in Ortslage ist krank! Insbesondere junge Tiere fühlen sich bei der Suche nach neuen Revieren in der Nähe der Menschen wohl.
Grundsätzlich sind die Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Grundstücke – gerade in Ortsrandlage sollten effektiv eingefriedet sein. Durch Wild angerichtete Schäden an Grundflächen, auf denen die Jagd ruht oder nicht ausgeübt werden darf (z. B. Hausgrundstücke und Hausgärten), werden nicht erstattet.
Die Ansteckungsgefahr für Haustiere mit Staupe und Räude ist vorhanden. Seitens der Tierärzte wurde die Erfahrung gemacht, dass viele Hunde- und Katzenbesitzer ihre Tiere nicht mehr ausreichend impfen lassen. Daher der dringende Appell an die Haustierbesitzer: Achten Sie auf einen lückenlosen Impfschutz bei ihren Hunden und Katzen, damit die Ansteckungsgefahr mit Staupe minimiert wird. Haustiere sollten regelmäßig entwurmt werden. Bei der Entsorgung von Kot von Waschbären und Fuchs sollten immer Handschuhe und Mundschutz getragen werden.
Sollte jedoch der Fall eintreten, dass ein Wildtier eine Gefahr für den Menschen darstellt, sollte umgehend das örtliche Ordnungsamt der Samtgemeinde Boffzen, Tel. 05271/956041 und ralph.heinemeier@boffzen.de, informiert werden, welches dann geeignete Maßnahmen ergreift.

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