Busverkehr ab Montag

Zentraler Busbahnhof eröffnet

Von Julia Sürder

Warburg - Am Freitag wurde der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Paderborner Tor nach rund neun Monaten Bauzeit offiziell eröffnet. Auf dem Gelände des früheren Hubschrauberlandeplatzes des Krankenhauses ist ein moderner und fast vollständig barrierefreier Busbahnhof entstanden.

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(vorne Mitte) Dr. Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des Nahvehrkehrsbundes Paderborn/Höxter, Bürgermeister Michael Stickeln und Matthias Goeken, Vorsitzender der Verbandsversammlung des nph, schneiden offiziell das Band zur Eröffnung des ZOB durch.

© Foto: Sürder

Ab Montag werden 16 Linien den ZOB nutzen, darunter Schulbusse, die Schnellbusse nach Paderborn, die "Wisentlinie" von Warburg nach Bad Karlshafen und Linien in die Ortsteile und Nachbarorte. Dr. Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des Nahvehrkehrsbundes Paderborn /Höxter, sagte, die Entscheidung des Rates für den Neubau sei aus mehreren Gründen klug gewesen. "Rein städtebaulich ist es gelungen, die durch den Krankenhausneubau angestoßene Neuordnung des Areals nutzbringend für dir Bürger und Besucher Warburg zu gestalten. Verkehrstechnisch gesehen ist die zentrale Lage für alle Nutzer des ÖPNV ideal." Auch die finanziellen Erwägungen sprächen für die Entscheidung des Rates, denn der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat das Projekt mit einem Fördersatz von 90 Prozent finanziert, sodass sich der Anteil der Stadt auf 151.000 Euro beschränkt. Conradi sagte weiter, dass sich im Bereich des NWL die Fahrgastzahl seit 1996 mehr als verdoppelt habe und stellte fest: "Nahverkehr ist hip." Bürgermeister Michael Stickeln sagte in seinem Grußwort: "Der neue Busbahnhof fügt sich nicht nur gut in die unmittelbare Umgebung ein, er lädt auch geradewegs dazu ein, unseren öffentlichen Nahverkehr zu nutzen." Er sei in seiner Ausführung wie Ausstattung fahrgastfreundlich und funktional, optisch ansprechend und dem Innenstadtleitbild konsequent folgend barrierefrei und behindertengerecht. Stickeln dankte allen am Projekt Beteiligten, die dafür gesorgt hätten, dass der neue Busbahnhof alle an ihn gestellten Erwartungen erfülle. Zu diesen Erwartungen des neuen Busbahnhofs zähle nicht zuletzt die Barrierefreiheit. Es besage, allen Menschen mit Behinderungen den Zutritt zu öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen zu gewährleisten sowie dem besonderen Bedarf von Menschen mit eingeschränkter Mobilität gerecht zu werden. "In Warburg sind wir also tatkräftig dabei, alle Barrieren – soweit möglich - wegzuräumen, die ganz handfesten genauso wie die mentalen", sagte Stickeln weiter.

Durch den Neubau des ZOB wird die Bushaltestelle am Schützenplatz nicht mehr so intensiv genutzt werden wie bisher. Detaillierte Linienführungen sind laut NWL noch in Abstimmung. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf rund 1,195 Mio. Euro, der Anteil der NWL beträgt 1,044 Mio. Euro. Drei dynamische Fahrgastinformationsanlagen hat der nph mit rund 24.000 Euro separat finanziert. Diese zeigen in Zukunft genaue Ankunfts- und Verspätungszeiten der einzelnen Busse an. Als Kernelement des neuen ZOB wurde eine Fahrgastinsel mit vier Abfahrtspositionen errichtet. Darüber hinaus wurden in der alten Hüffertstraße drei weitere Abfahrtssbereiche angelegt. In alle neue Haltepositionen sind mit neuen Bushochbordsteinen eingebaut worden, die einen barrierefreien Ein- und Ausstieg in die Niederflurfahrzeuge ermöglichen. Die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Personen wurden zudem vor allem mit der Anlage von taktilen Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfeldern berücksichtigt. Die Busverkehrskunden erhalten nach dem Umbau einen zentralen und transparenten Fahrgastunterstand auf der Fahrgastinsel und drei weitere Unterstände entlang der alten Hüffertstraße. Die Führung der Busse im Einrichtungsverkehr und die insgesamt sehr transparente Ausbildung des neue ZOB wirken sich zudem positiv auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste aus. Hierzu trägt auch die neue Beleuchtung des ZOB mit modernster LED-Beleuchtung bei. Darüber hinaus enthält die Verkehrsdrehscheibe eine größzügige Fahrradabstellanlage, die auch für das Ausleihen von Fahrrädern genutzt werden kann.

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