Kulturrucksack

Zombiefilm „Die Verlorenen“ feiert Premiere

Brakel (ozm) - Vor kurzem ereignete sich der Premierentag: Im Kino Brakel wurde der Kurzfilm „Die Verlorenen“ vorgestellt. In den Sommerferien haben Madeline Sprock und Christian Höke von der Filmproduktionsfirma „Madeye Films“ aus Höxter zusammen mit sieben Kindern zwischen 10 und 14 Jahren diesen Zombiefilm gedreht.

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Bei der Premiere - (v.l. hinten) Madeline Sprock (Regie/Kamera), Freya Jakob (Hauptdarstellerin), Niels Kieneke (Zombie), Leon Kruse (Tonassistent), Christian Höke (Regie/Ton), (v.l. vorn) Laura Wagner (making of Kamera), Franziska Thöne (Hauptdarstellerin) und Dennis Penner (Kameraassistent). Nicht auf dem Bild ist Narine Grigoryan (Regieassistentin).

© Foto: Claudia Warneke

Der Workshop „Wir drehen einen Zombiefilm!“ war ein Angebot im Rahmen des Kulturrucksacks, eines Landesprogramms der Kulturellen Bildung, welches vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert wird. Der Kulturrucksack zielt darauf ab, jungen Menschen im Alter von 10 bis 14 Jahren einen einfachen Zugang zur Kultur zu ermöglichen. Es finden übers Jahr verteilt knapp 40 Kurse sämtlicher Kultursparten im gesamten Kreisgebiet statt, die Teilnahme ist kostenfrei, das Kulturbüro des Kreises Höxter übernimmt die Organisation vor Ort.

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© Foto: Claudia Warneke


Vier Tage dauerten die Dreharbeiten zum Zombiefilm „Die Verlorenen“ insgesamt. Als Location diente das umzäumte Gelände der „Hundefreunde Höxter und Holzminden“ in Höxter. „Der Rasen durfte zwei Wochen lang nicht gemäht werden, damit es auch wirklich nach Apokalypse aussieht.“ erzählt Madeline Sprock. Gedreht wurde unter anderem in einem Bauwagen und an einem nahegelegenen Bach außerhalb des Geländes, der die Crew vor eine kleine Herausforderung stellte. „Durch die starken Regenfälle Anfang August wurde aus dem kleinen Bach ein reißender Strom, der so laut war, dass wir die Tonaufnahmen vor Ort vergessen konnten.“ erzählt Christian Höke. Das hieß zum Teil nachsynchronisieren und ein paar Einstellungen im Drehbuch mussten angepasst werden, aber nichts, was nicht zu schaffen wäre. „So läuft das beim Film nunmal.“
Die Kinder waren mit vollem Elan dabei, vor sowie hinter der Kamera. Am ersten Tag wurden die Rollen verteilt, Texte geprobt und sich mit der Technik auseinander gesetzt. Wie halte ich die Tonangel richtig, damit nichts knackt? Wie kann ich die Schärfe an der Kamera einstellen und was sagt man den Schauspielern, wenn es los gehen soll? Das Drehbuch zum Film wurde von Madeline Sprock und Christian Höke verfasst. Am zweiten und dritten Tag fanden die eigentlichen Dreharbeiten statt. Jeweils von 10 - 17 Uhr haben sich alle mächtig ins Zeug gelegt, und wenn die Klappe fiel, war höchste Konzentration angesagt. „Das Höchste, was wir an Takes für eine Einstellung brauchten, waren, glaube ich, acht,“ erzählt Madeline Sprock. „Die Kinder haben das für ihr erstes Filmprojekt wirklich toll gemacht.“ Am vierten und letzten Tag wurde das Material zusammen mit den Kindern gesichtet und schonmal Probe geschnitten. Die restliche Postproduktion haben Madeline Sprock und Christian Höke dann selbst in die Hand genommen. „Das hätte sonst den Rahmen des Projekts etwas gesprengt,“ meint Christian Höke. „Denn damit der Film richtig wirkt, muss im Nachhinein noch an einigen Reglern geschraubt werden.“

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© Foto: Claudia Warneke


Die beiden Filmemacher sind jedenfalls stolz auf ihre Crew und das Ergebnis, welches zusätzlich zu der Premiere im Brakeler Kino auch noch in Brad Driburg als Vorfilm gezeigt werden soll, so Kinobetreiber Thomas Wirth.
Die Geschichte handelt von Pia (Freya Jakob) und Sophia (Franziska Töhne), die einsam durch die Wildnis streifen, auf der Suche nach etwas zu Essen und einem Ort, an dem es noch Überlebende geben soll, nachdem sich die Welt grundlegend verändert hat. Auf ihrer Suche stoßen sie auf ein umzäuntes Gelände, wo sie hoffen, Nahrung zu finden, doch ist es dort sicher? Wer das herausfinden möchte kann sich den Film auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=8kkjxhdIRf8&t) anschauen und sich durch das making of auch einen Blick hinter die Kulissen verschaffen.

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