Tiefbrunnen soll angelegt werden

Zusätzliche Wasserversorgung für Hofgeismar

Von Inge Seidenstücker

 

Hofgeismar – Die derzeitigen Wasserversorgungsanlagen der Stadt Hofgeismar versorgen die Kernstadt mit ihren Ortsteilen ebenso, wie die Orte Sielen und Eberschütz. Seit vielen Jahrzehnten kommt das Wasser aus den Quellfassungen des Lempetals im Reinhardswald östlich von Hombressen.

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Hier soll demnächst rund 225 Meter tief gebohrt werden (V.l.) Bürgermeister Markus Mannsbarth, Bauamtsleiter Dirk Lindemann und Ingenieur Johannes Bick mit dem Plan für den Standort des neuen Tiefbrunnens.

© Foto: Seidenstücker

Auch bei uns ist die Klimaveränderung in den letzten Jahren immer stärker zu spüren. Eine deutlich reduzierte Schüttung der Quellen ist die Folge und zunehmend sorgen Starkregenereignisse für eine Eintrübung des Trinkwassers, wodurch die Qualität leidet.
Einem akuten Wassermangel möchte die Stadt Hofgeismar frühzeitig vorbeugen und Trinkwasser aus tiefliegenden Grundwasservorkommen mittels eines Tiefbrunnens nutzen.
Mit Hilfe des geotechnischen Büros Geonik aus Kassel, wurde nun ein geeigneter Standort für einen Tiefbrunnen gefunden. Voraussetzung für den Standort war, dass er sich im Stadtgebiet und in der Nähe zum bestehenden Trinkwasserversorgungssystem befindet. Zudem soll das Wasser eine hohe Qualität aufweisen.
Dieser Ort wurde nun gefunden und befindet sich etwa ein Kilometer südlich von Beberbeck, 400 Meter östlich der Quelle des Giesbachs und ist damit auf dem Gelände des Landes Hessen.
„Dies ist für uns sehr von Vorteil und das Genehmigungsverfahren durch das Regierungspräsidium sowie die Verträge mit dem Land sind bereits in Arbeit“, sagte Bürgermeister Markus Mannsbarth bei einer Standortbesichtigung. „Niemand muss sich sorgen, dass es in Hofgeismar zu Wasserknappheit kommt, der geplante Tiefbrunnen soll lediglich eine zusätzliche Quelle zu dem vorhandenen Versorgungssystem sein“, betonte Mannsbarth, dem es wichtig ist rechtzeitig vorzusorgen.
Sobald die erforderlichen Genehmigungen für die Bohrungen vorliegen, sollen diese im Frühjahr 2021 beginnen. Ist dann die Leistungsfähigkeit und die Wasserqualität in Ordnung, wird mit dem Bau der Gewinnungsanlage sowie einem Zwischenbehälter, der etwa 1.600 Meter östlich des Tiefbrunnens am Rand des Reinhardswald stehen soll, begonnen. Vom Zwischenbehälter wird das Wasser über eine sechs Kilometer lange Rohrleitung den Wasserbehältern „Warthübel“ und „Röddenhof“ zugeführt und aufbereitet an die Haushalte verteilt.
Läuft alles nach Plan, soll die gesamte Anlage bis Ende 2022 fertig sein. Die Kosten wurden mit 3,5 bis 4,5 Millionen Euro veranschlagt.

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