Zusammenspiel mit der Natur - Windkunstfestival in Nordhessen

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Rund 50 von den 66 ausstellenden Künstlern waren bei der Eröffnung zugegen und stellten sich den Besuchern vor. Am Mikrofon Klaus Matthes aus Hümme, der mit zwei Objekten vertreten ist. Seine Windkunstwerke heißen „Gelassenheitsgeneratoren“ und sind auf dem Offenberg zu sehen.

© Foto: Seidenstücker

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar/Deisel/Carlsdorf – „Wer tanzen kann mit Winden“ liest man auf einem Banner eines Flugzeuges, das während der Eröffnung des Windkunstfestivals über dem Burgberg in Deisel kreist. Zettel mit Wünschen und guten Gedanken als Interaktion der Wünsche mit den Gedanken wehen im Wind. „Be a part of my art" (sei ein Teil meiner Kunst), fordert Tom Baumann, einer der 66 ausstellenden Künstler, die Besucher zum Mitmachen auf.
Der Burgberg in Deisel, der Offenberg in Carlsdorf, der Theodor Rocholl Park in Hofgeismar sowie die Friedenseiche und Oberhaldessen sind Schauplätze des 8. Internationalen Windkunstwettbewerbs mit insgesamt 74 Windobjekten, Installationen, Videos und Performances.

Kunst im Zusammenspiel mit dem Wind bildet eine Harmonie mit der Natur und der Landschaft und lässt diese auf ganz neue und andere Art erfahren. Visuell oder akustisch werden die Sinne wach für eine ganz neue Wahrnehmung und schaffen völlig andere Sichtweisen auf die bekannte heimatliche Region. Kurzum, mit dem Wind werden die Objekte und Installationen erst zur Kunst. Wellen aus Astwerk, scheinbar schwebende Holzstücke, sich im Wind wiegende Metallquadrate oder Seifenblasen, die die freiheitlichen, demokratischen Werte in alle Winde tragen sollen, Silberstreifen am Horizont (alles in Deisel) oder bunte Papierflieger, im Wind rauschende Goldfolien, eine bunte Federkrone, Wunsch- und Gebetsfahnen (Rocholl-Park), Gelassenheitsgeneratoren, Wolkenpflücker und Drachenflieger (Offenberg) sowie vieles mehr kann man bis zum 28. August 2016 bewundern und auf sich wirken lassen. Ein Rahmenprogramm mit Führungen rundet die Ausstellung im Windkunstland Nordhessen ab.

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Wunsch- und Gebetsfahnen im Rocholl-Park in Hofgeismar.

 

© Foto: Seidenstücker

Bereits zur Eröffnung des Windkunstwettbewerbes auf dem Deiseler Burgberg kamen viele Besucher und ließen sich die Kunstwerke bei einer Führung an den drei Ausstellungsorten erklären. Etwa 50 der ausstellenden Künstler waren ebenfalls anwesend. Die meisten kommen aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern, einige sogar aus Mexiko, Peru, Japan, Vereinigte Arabische Emirate und den USA.

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Diese bunte Federkrone findet man auf dem Parkplatz am Bahnhof in Hofgeismar.

© Foto: Seidenstücker

„Wir freuen uns über die tolle Unterstützung finanzieller Art, aber auch der tatkräftigen Hilfe durch den Kulturbogen Esse-Diemel-Weser und des Kulturforums Hofgeismar“, so die Kuratorin Reta Reinl den Sponsoren und Helfern. Ihr besonderer Dank galt den beiden Teams der Bauhöfe in Trendelburg und Hofgeismar.
Das Kunstfestival „bewegter wind“ wird alle zwei Jahre an einem anderen Ort veranstaltet. Aus rund 160 Bewerbungen aus der ganzen Welt wurden die Kunstwerke ausgewählt.
Die Preisträger werden beim Kulturfestival in Hofgeismar am Sonntag, dem 28. August 2016, bekannt gegeben. Weitere Infos im Internet unter bewegter-wind.de.

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