Zwetschgen(musen)fest in Lamerden

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Ca. drei Zentner Zwetschgen können an einem Tag im Kupferkessel zu Mus verarbeitet werden.

© Foto: privat

Lamerden (hak) - Zwetschgen, die an den Hängen des Diemeltals wachsen, schmecken besonders gut. Denn Zwetschgen mögen kalkhaltigen Boden und von beidem hat das kleine Diemeldorf Lamerden genug. So nutzt der Verein für Heimatgeschichte und Kultur am Sonntag, dem 9. Oktober 2022, nach dreijähriger Pause wieder die Ernte und präsentiert ab 12 Uhr im und am Museum Haus Reining in Lamerden die alte Art des Musens.
Denn jetzt haben die Zwetschgen die richtige Reife - ganz weich und zuckersüß. Schnell wurde der Kupferkessel wieder auf Hochglanz gebracht, wo er am Sonntag blitzblank auf seine erneute Füllung wartet: ungespritzte, naturbelassene, entkernte Zwetschgen, die je nach Reife sechs bis zehn Stunden im Bruggepott über dem Holzfeuer garen und mit der „Muslote“ immer in Bewegung gehalten werden müssen, bis unter Zugabe von Zucker und Gewürzen das köstliche Mus entsteht.
Während das Zwetschgenmus im Kupferkessel gart, werden die Besucher kulinarisch reich versorgt. So kann mittags erst einmal kräftig zugelangt werden: Hausgemachte Kürbissuppe, herzhafter Zwiebelkuchen und Federweißer, der aus Trauben des 200 Jahre alten Weinstocks am Haus Reining hergestellt wurde und frisch geräucherte Forellen mit Kartoffelsalat oder Zwetschgenwürstchen vom Grill. Für die süßen Schleckermäuler locken zum Nachmittagskaffee die verschiedensten selbstgebackenen Zwetschgen- und weitere Kuchen und Torten sowie über Feuer gebackenen Eiserwaffeln mit Zwetschgen aus dem Steintopf.
In drei Aufführungen sind die kleinen Gäste bei Castellos Puppentheaterl gefordert, denn die Zwetschgen wurden von Räuber Hotzenplotz gestohlen. Zwischendurch können die Kinder sich auf der Hüpfburg (bei schönem Wetter), beim Kürbisschnitzen oder Stockbrotbacken vergnügen. Im Haus Reining sowie in wasserdichten Zelten können die Besucher Platz nehmen. Bei schönem Wetter kann man die Vereinsangebote draußen genießen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins unter www.museum-lamerden.de.

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