Landgericht nicht von Ernsthaftigkeit des Plans überzeugt

22-Jähriger in Hildesheim von Vorwurf der Anschlagsplanung freigesprochen

Hildesheim (AFP) - Ein 22-Jähriger ist vor dem Landgericht Hildesheim von den Vorwürfen der Planung einer schweren staatsgefährdenden Straftat und der Volksverhetzung freigesprochen worden. Das Gericht sei nicht davon überzeugt, dass er ernsthaft einen Anschlag geplant habe, teilte ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage mit. Der junge Mann wurde aber der Beleidigung und Bedrohung für schuldig befunden. (Az. 14 KLs 43 Js 2/20)
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Er war im Mai von Spezialkräften in seiner Wohnung in Hildesheim überwältigt worden, nachdem er in einem Internetchat gegenüber einen ihm unbekannten Teilnehmer anonym einen Anschlag auf Muslime angekündigt hatte. Im Dezember 2020 begann der Prozess in Hildesheim.

Die Beleidigung und Bedrohung, für die er nun verurteilt wurde, hingen nicht mit den übrigen Vorwürfen zusammen. Diese Taten hatte er schon 2017 als Jugendlicher begangen. Darum wurde dafür vom Gericht eine jugendrichterliche Maßnahme verhängt, wie der Sprecher sagte. Der 22-Jährige muss demnach in ein bestimmtes Wohnheim ziehen.

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