Studie: Azubis bei Umgang mit Patienten oft überfordert

Angehende Demenz-Pfleger unzureichend ausgebildet

Bremen (AFP) - Angehende Pflegefachkräfte sind in der Demenzbetreuung laut einer Studie nicht ausreichend ausgebildet. Der Großteil der Auszubildenden fühlt sich im Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten überfordert, wie die Universität Bremen mitteilte. Wissenschaftler des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) an der Uni befragten alle rund 1300 Kranken- und Altenpflegeschulen in Deutschland sowie knapp 2500 Pflegeauszubildende.
An Demenz erkrankte Patientin Bild anzeigen
An Demenz erkrankte Patientin © AFP

Rund drei Viertel der Auszubildenden im Gesundheits- und Krankenpflegebereich werden danach regelmäßig beauftragt, Demenzkranke im Krankenhaus zu betreuen. Doch nur knapp ein Viertel von ihnen glaubt, dafür ausreichende Kompetenzen zu besitzen. Viele werden zum Beispiel unsicher, wenn Demenzpatienten aggressiv sind. Fast zwei Drittel haben Probleme, die Bedürfnisse der Kranken zu erkennen. Gut die Hälfte der Auszubildenden fühlt sich zudem im Umgang mit den Angehörigen schlecht vorbereitet.

Besser gerüstet sind der Studie zufolge die Altenpflegeschulen. Sie verfügten über vielfältige Ansätze und Trainingsmöglichkeiten zur pflegerischen Versorgung demenzkranker Menschen. In Deutschland gelten rund 1,2 Millionen Menschen als demenzkrank. Ungefähr 60 Prozent davon haben Alzheimer.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile