Der Fall hatte im August 2009 bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die dreijährige Sarah aus Thalmässing wog am Ende nur noch 8,2 Kilo und hatte in ihrem Hunger sogar den Zellstoff ihrer Windeln gegessen. Die Eltern hatten zwar noch den Notarzt verständigt, für eine Rettung war es da aber bereits zu spät. Der ein Jahr ältere Bruder des Mädchens war dagegen normal ernährt.
Im November war Sarahs Vater rechtskräftig zu dreizehn Jahren Haft wegen Mordes durch Unterlassen und Misshandlung von Schutzbefohlenen verurteilt worden. Das Gericht hatte in diesem Prozess festgestellt, dass die Mutter die Hauptschuld an dem qualvollen Tod des kleinen Mädchens trug - der als Fernfahrer tätige Vater war viel unterwegs, die Mutter hingegen als Hausfrau bei den Kindern.
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