Berlin (jk) - Bei einem kürzlich veranstalteten Rechtsrock-Konzert wurden ca. 250 T-Shirts mit dem Aufdruck „National und frei“ verteilt. Die erste Freude der Rechtsradikalen über ihr neues Kleidungsstück währte nicht lange. Nach dem ersten Waschgang entblößte sich der Aufdruck als eine Aktion gegen Rechts und für ein Aussteigerprogramm.
Im thüringischen Gera hatte es die NPD trotz zahlreicher Proteste geschafft, ein “Rock für Deutschland“-Konzert zu organisieren. Doch die Aussteiger-Initiative „Exit-Deutschland“ aus Berlin hat unter dem Vorwand einer Kleiderspende durch eine fiktive Person vielen Teilnehmern nachträglich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie entwickelten zusammen mit einer Hamburger Firma ein sogenanntes Trojaner T-Hemd. Erst nach dem Waschen zeigte sich unter der vermeintlich rechtsradikalen Aufschrift, die Botschaft „Was dein T-Shirt kann, kannst du auch - Wir helfen Dir Dich vom Rechtsextremismus zu lösen“ mit den Kontaktdaten der Aussteiger-Initiative.
Bereits einen Tag nach dem Konzert wurde in der rechten Internetszene vor den T-Shirts gewarnt, auch wenn die ersten Reaktionen recht verhalten und auch anerkennend waren. So schrieb der Facebook-Nutzer „Arno Nymer“ auf der bereits gelöschten Netzwerkseite „aber man muss ihnen anrechnen das se manchma auf gute ideen kommen“.
Der Gründer von „Exit-Deutschland“ Bernd Wagner begründete seine Aktion damit, dass sie mit den T-Shirts ihr “Angebot in der Szene bekannter machen und vor allem die jungen und noch nicht so gefestigten Rechtsextremen ansprechen“ wollten.
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