Auto rast in Menschenmenge - 17 Verletzte

Baby bei Unfall auf der Copacabana getötet

Rio de Janeiro (AFP) - Bei einem schweren Autounfall auf der berühmten Strandpromenade Copacabana in Rio de Janeiro ist am Donnerstag ein Baby getötet worden. Das neun Monate alte Mädchen erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in der brasilianischen Küstenstadt mitteilte. 17 weitere Menschen wurden verletzte, einige unter ihnen schwer.
Das Unfallauto am Strand von Rio Bild anzeigen
Das Unfallauto am Strand von Rio © AFP

Nach Polizeiangaben verlor der Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug raste auf dem Gehweg in eine Gruppe von Passanten. Der Pkw kam erst auf dem Strand zum Stehen.

Der Fahrer sagte der Polizei, dass er einen epileptischen Anfall am Steuer erlitten habe. In seinem Fahrzeug wurden Medikamente gegen Epilepsie gefunden. Der Mann werde medizinisch untersucht, teilte die Polizei mit. Einen terroristischen Hintergrund gebe es offenbar nicht.

Roberto Miguel, Kellner in einem Lokal nahe dem Unfallort, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe mehrere Menschen mit gebrochenen Beinen gesehen. Ein Mann sei ohnmächtig geworden. Kunden seien schreiend davongelaufen. Es habe umgestürzte Stühle und Rauch gegeben, und er habe ein Feuer vermutet.

Der junge Mann fügte hinzu, der Fahrer habe aus dem Auto steigen wollen, doch eine aufgebrachte Menge habe das verhindert. Erst als die Polizei eingetroffen sei, habe der Mann das schwarze Fahrzeug mit den zerbrochenen Fensterscheiben und der demolierten Frontpartie verlassen können.

Ein anderer Zeuge berichtete, dass Personal und Gäste des Strandlokals den Verletzten beistanden. Es habe mehr als eine Dreiviertelstunde gedauert, bis Krankenwagen und Notärzte eingetroffen seien.

Die Copacabana ist ein beliebtes Touristenziel in Rio, zumal in den derzeitigen Sommerferien. Zum Zeitpunkt des tödlichen Unfalls am frühen Abend flanierten viele Menschen über die kilometerlange Promenade.

Zum Jahreswechsel lockten die Feuerwerke am selben Strand mehr als zwei Millionen Menschen an. In drei Wochen werden zum Karneval von Rio sechs Millionen Menschen erwartet, unter ihnen viele ausländische Touristen.

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