Behörden wollen Quarantänestationen einrichten

Bereits 14 Tote durch Ebola-Epidemie in Uganda

Kampala (AFP) - Der Verdacht hat sich bestätigt: Hinter einer seit Anfang Juli im Westen Ugandas grassierenden Seuche steht das tödliche Ebola-Virus. Mindestens 20 Ebola-Fälle seien bestätigt, 14 der Patienten seien bereits gestorben, sagte ein Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Behörden wollen nun schnellstmöglich Quarantänestationen einrichten, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Versorgung von Ebola-Infiziertem in Uganda Bild anzeigen
Versorgung von Ebola-Infiziertem in Uganda © AFP

Nach Angaben des WHO-Vertreters in Uganda, Joaquim Sewaka, trat das tödliche Virus bislang im Bezirk Kibaale auf, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala und unweit der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Experten des ugandischen Gesundheitsministeriums sowie der US-Gesundheitsorganisation CDC seien in die Region entsandt worden, um rasche Maßnahmen zum Eindämmen der hochansteckenden Seuche zu ergreifen.

Das Ebola-Virus tritt bislang nur in Afrika auf. Es wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, Infizierte leiden an inneren Blutungen und Austrocknung. In 50 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Seuche tödlich. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus. Benannt wurde es nach einem Fluss in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo, wo es 1976 entdeckt wurde.

Seitdem gab es laut WHO rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1300 Toten. In Uganda ist es bereits der dritte Ausbruch der Seuche: Vor fünf Jahren starben im Westen des ostafrikanischen Lands 37 Menschen an der Seuche, im Jahr 2000 gab es mindestens 137 Tote im Norden des Landes.

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