Kanadische Bank verdoppelt ihre Anteile

Cirque du Soleil-Gründer verkauft letzte Aktienanteile an Zirkusunternehmen

Montréal (AFP) - Der Gründer der berühmten Zirkusgruppe Cirque du Soleil, Guy Laliberté, hat seine letzten Anteile an dem Unternehmen an eine kanadische Investitionsbank verkauft. Er bleibe "jedoch am kreativen Prozess des Unternehmens beteiligt" und behalte "ein wirtschaftliches Interesse daran", erklärte Laliberté in einer Erklärung der Bank Caisse de Dépôt et Placement du Québec (CDPQ). Der frühere Stelzenläufer aus Kanada hatte die Zirkusgruppe vor 35 Jahren gegründet.
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Cirque-du-Soleil-Gründer Guy Laliberté © AFP

Er freue sich, die restlichen zehn Prozent an dem Zirkus an eine Bank aus der kanadischen Provinz Québec zu verkaufen, wird der 60-jährige Milliardär in der Erklärung der Bank weiter zitiert. "Ich werde mich weiterhin am kreativen Prozess der Shows beteiligen und vor allem die Entwicklung der Unterhaltungsindustrie in Québec durch meine anderen Projekte unterstützen", führte Laliberté aus, der auch die Stiftung One Drop und das Show-Unternehmen Lune Rouge gegründet hat.

Mit den zehn Prozent von Laliberté hat die CDPQ nun ihre Beteiligung am Cirque du Soleil verdoppelt. Die Investitionsbank verwaltet unter anderem mehrere öffentliche Rentenfonds im französischsprachigen Teil Kanadas.

2015 hatte Laliberté 90 Prozent der Anteile am Cirque du Soleil verkauft, den Großteil davon an US- und chinesische Investoren. Der Unternehmer sorgte zuletzt als professioneller Pokerspieler und Tourist auf der internationalen Raumstation ISS für Schlagzeilen.

Die Cirque du Soleil-Gruppe beschäftigt mehr als 4900 Mitarbeiter, davon mehr als 1500 am Hauptsitz in Montreal. Zudem gibt es knapp 50 permanente Shows der Gruppe auf der ganzen Welt.

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