Nach Angaben des Tour-Organisators wurde die Leiches eines 44-jährigen Südkoreaners, der seit Samstag vermisst wurde, an einer Stelle mit dem Spitznamen "der Balkon", nahe dem Gipfel des 8848 Meter hohen Berges entdeckt. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap litt auch er an der Höhenkrankheit, wurde bewusstlos und stürzte in die Tiefe. Der 44-Jährige gehörte demnach zu einer Gruppe von einem Dutzend ehemaliger Klassenkameraden, die das 50-jährige Bestehen ihrer Schule mit der Bezwingung des Mount Everest begehen wollten.
Nach nepalesischen Behördenangaben starb am Sonntag zudem eine aus Nepal stammende Kanadierin auf dem Berg. Auch bei ihr galt die Höhenkrankheit als Todesursache. Auf ihrer Webseite beschrieb sich die 33-Jährige als "Unternehmerin, politische Aktivistin, Sozialarbeiterin und - allem voran - Abenteurerin". Den Mount Everest zu besteigen, bezeichnete sie als ihren "Traum und Leidenschaft".
Ein vermisster 55-jähriger Bergsteiger wurde unterdessen ebenfalls in 8600 Metern Höhe tot aufgefunden. Ein nepalesischer Bergführer wurde nach Angaben von Asian Trekking Adventure weiter vermisst.
Die meisten Todesfälle am höchsten Berg der Welt gehen auf das Konto der Höhenkrankheit: Die Bergsteiger verausgaben sich beim Aufstieg und haben kaum noch Kraft für den Abstieg ins Basislager. Wegen der extremen Kälte und des Sauerstoffmangels ist es unmöglich, in der sogenannten Todeszone jenseits der 8.000-Meter-Grenze länger als 48 Stunden zu überleben. In diesem Jahr ist das Risiko laut nepalesischer Regierung wegen heftiger Stürme und starken Schneefalls besonders hoch.
Seitdem Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 erstmals den Mount Everest bestiegen, schafften es bisher knapp 4000 Menschen auf den Gipfel. Mehr als 200 Menschen überlebten die Expedition nicht.
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