Kontaktallergie

Duftstoffe: Wenn das Spielzeug zur Allergiefalle wird

(np) - Gegenüber Duftstoffen sind etwa zwei Prozent aller Kinder sensibilisiert. Das Bundesinstitut für Risikobewertung untersuchte nun Spielzeug. Das Ergebnis: Einer Vielzahl von Spielzeugen werden unnötige Duftstoffe zugeführt, die sogar Kontaktallergien auslösen können.

Barbie-Puppen auf einer Spielzeugmesse Bild anzeigen
Barbie-Puppen auf einer Spielzeugmesse © AFP

Einer Vielzahl von Spielzeugen würden inzwischen unnötig Duftstoffe zugesetzt, teilte das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Donnerstag mit. Das könnte dazu führen, dass einige dieser Stoffe bei Kindern Kontaktallergien auslösen.


Im Allgemeinen sollte Spielzeug für Kinder unter drei Jahren keine Duftstoffe enthalten, da die Kinder das Spielzeug nicht nur berühren, sondern oftmals auch in den Mund stecken. "Je häufiger und intensiver ein Kind mit allergenen Stoffen in Berührung kommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Kontaktallergie entwickelt", erläuterte Sprecherin Ewald. "Und je früher das im Leben passiert, desto problematischer ist es."

Als zu hoch empfindet das BfR die Grenze von 100 Milligramm pro Kilo Material für bestimmte Duftstoffe beim Spielzeug für ältere Kinder. Die Behörde rät auf EU-Ebene zu einem Grenzwert von 10 Milligramm pro Kilo. Seit April 2010 ist es der zweite Vorstoß, den das Bundesinstitut in dieser Sache unternimmt. Denn bei der EU habe sich seitdem auf rechtlicher Ebene nichts verändert.

Die Duftstoffe erfüllen beim Spielzeug keinen bestimmten Zweck, sondern sollen nur zum Kauf anregen. Dabei handelt es sich zumeist um künstlich hergestellte chemische Substanzen

Insgesamt gibt es rund 2.500 Duftstoffe. Allerdings sind nicht alle gefährlich. 55 allergene Duftstoffe und Duftinhaltsstoffe sind nach der EU-Spielzeugrichtlinie bereits verboten. Für elf weitere gelten Grenzwerte.

Bei Kontaktallergien reagiert die Haut auf die allergenen Stoffe mit Rötung, Bläschenbildung und Nässen bis hin zu ernsthafteren Entzündungen. Die Sensibilisierung bleibt ein Leben lang bestehen. Eine erworbene Kontaktallergie ist nicht heilbar, es können nur die Symptome, nicht jedoch die Ursachen behandelt werden. Es ist daher wichtig, dass der Kontakt mit allergenen Stoffen zu vermeiden

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