"Mein Schiff 6" profitierte als erste von Aufhebung der Hafensperrungen

Ein Dutzend Corona-Fälle bei Besatzung von TUI-Kreuzfahrtschiff in Griechenland

Athen (AFP) - Nach der Aufhebung des Andockverbots für Kreuzfahrtschiffe in Griechenland sind gleich auf dem ersten Schiff, der "Mein Schiff 6" von TUI, ein Dutzend Besatzungsmitglieder positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Corona-Fälle seien auf dem unter maltesischer Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiff des deutschen Touristikkonzerns festgestellt worden, teilte die griechische Küstenwache am Montag mit.
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TUI-Kreuzfahrtschiff © AFP

Die "Mein Schiff 6" hatte nach Angaben der Küstenwache an der Ägäis-Insel Milos angelegt. Von den 666 Besatzungsmitgliedern seien rund 150 auf das Virus getestet worden. Außerdem seien 922 Passagiere an Bord, sagte eine Sprecherin.

TUI Cruises erklärte dagegen, die "Mein Schiff 6" habe nicht auf Milos angelegt, sondern lediglich vor der Insel gehalten, um den Passagieren einen "Ausblick auf die griechische Inselwelt zur ermöglichen". Es sei auf Milos auch niemand an Land gegangen, weder Passagiere noch Besatzungsmitglieder.

Nach Angaben von TUI Cruises wird die Besatzung im Zuge eines Frühwarnsystems, welches maßgeblicher Bestandteil des Gesundheits- und Hygienekonzepts des Kreuzfahrtanbieters sei, regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Am Montag habe ein externes Labor positive Testergebnisse von zwölf Crew-Mitgliedern der "Mein Schiff 6" gemeldet. Die Betroffenen hätten keine Symptome, seien aber umgehend an Bord isoliert worden. Bei erneuten Testungen an Bord seien bislang vier von zwölf Befunden negativ gewesen.

Die "Mein Schiff 6" war am Sonntag aus dem Hafen Heraklion auf der Insel Kreta gekommen und soll nach Angaben von TUI Cruises am Dienstag den Hafen Piräus nahe der griechischen Hauptstadt Athen anlaufen.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Griechenland im März seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe gesperrt. Örtlichen Branchenvertretern zufolge war die "Mein Schiff 6" das erste Kreuzfahrtschiff, das nun wieder in Griechenland vor Anker gehen durfte. In den vergangenen Monaten hatte sich das neuartige Coronavirus immer wieder stark auf Kreuzfahrtschiffen ausgebreitet, was für Passagiere und insbesondere die Besatzungsmitglieder lange Zitterpartien zur Folge hatte, wann und wo sie wieder an Land durften.

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