Keine hinreichenden Beweise gegen zuletzt Verdächtigten - Fall bleibt ungeklärt

Ermittlungen im Fall Peggy nach 19 Jahren eingestellt

Bayreuth (AFP) - Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat die Ermittlungen im Fall der vor fast 20 Jahren getöteten Peggy eingestellt. Es lägen keine hinreichenden Beweise dafür vor, dass der zuletzt verdächtigte Manuel S. das Mädchen getötet habe, teilte die Behörde zusammen mit der Polizei Oberfranken mit. Der Tod der damals neunjährigen Peggy vor 19 Jahren bleibt damit ungeklärt.
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Das Mädchen aus dem oberfränkischen Lichtenberg war 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Drei Jahre später wurde Ulvi K. wegen Mordes an ihr verurteilt, 2013 aber nach Wiederaufnahme des Verfahrens freigesprochen. 2016 wurden Peggys sterbliche Überreste in einem Wald in Thüringen gefunden. Daraufhin wurden die Ermittlungen fortgesetzt.

Manuel S. gab 2018 zu, das bereits tote Mädchen in den Wald gefahren zu haben. Er wollte die Leiche von einem Bekannten an einer Bushaltestelle übernommen haben. Allerdings widerrief er das Geständnis später.

Dass S. an Peggys Tod beteiligt war, könne ihm "nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden", teilte die Staatsanwaltschaft nun mit. Es lägen keine hinreichenden Beweise vor, dass S. Peggy allein oder mit anderen zusammen sexuell missbraucht und getötet habe. Das Ermittlungsverfahren wurde komplett eingestellt.

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