Behörden in der Region Galicien ordnen Abriegelung für mindestens fünf Tage an

Erneute Ausgangssperre für 70.000 Menschen im Nordwesten Spaniens wegen Corona

Madrid (AFP) - Im Nordwesten Spaniens ist nach einem neuen Corona-Ausbruch für 70.000 Menschen erneut eine Ausgangssperre verhängt worden. Die Behörden ordneten am Sonntag die Abriegelung von 14 Ortschaften im Gebiet La Mariña in der Küstenregion Galicien für mindestens fünf Tage an. Zudem wurden Zusammenkünfte von mehr als zehn Menschen untersagt.

"Derzeit haben wir 106 positive Fälle, was einer Zunahme von 21 Fällen seit gestern entspricht", sagte der Gesundheitsbeamte Jesús Vázquez in der Provinzhauptstadt Lugo. Es werde als "notwendig erachtet", die Einschränkungen wieder zu verschärfen. "Wir müssen uns isolieren, um einen exponentiellen Anstieg der Zahl der Fälle zu vermeiden", fügte er hinzu. Nach fünf Tagen solle die Lage neu bewertet werden.

Es handelt sich um die zweite Region, für die am Wochenende erneut Beschränkungen angeordnet wurden. Für ein Gebiet um die Stadt Lerida im nordöstlichen Katalonien mit mehr als 200.000 Einwohnern wurden bereits am Samstag neue Maßnahmen beschlossen.

Spanien war eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Mindestens 28.385 starben dort an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, mehr als 250.000 Infektionen wurden registriert. Die strengen landesweiten Eindämmungsmaßnahmen waren am 21. Juni nach mehr als drei Monaten aufgehoben worden, die Behörden überwachen jedoch rund 50 neue Ausbrüche.

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