Zahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland seit 1991 um 46 Prozent gestiegen

Etwa jeder Fünfte lebt in einem Singlehaushalt

Wiesbaden (AFP) - Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland lebt in einem Singlehaushalt. Von den im vergangenen Jahr gezählten 41,4 Millionen privaten Haushalten stellten Einpersonenhaushalte mit 42 Prozent die größte Gruppe, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Damit waren rund 17,3 Millionen Menschen allein in einem Haushalt gemeldet.
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Wohnhäuser in Hannover © AFP

Insgesamt stieg demnach die Zahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland seit 1991 um 46 Prozent. Unter den Mehrpersonenhaushalten waren die Zweipersonenhaushalte mit 34 Prozent aller Haushalte die größte Gruppe. Der Anteil der Dreipersonenhaushalte lag bei zwölf Prozent, derjenige der Vierpersonenhaushalte bei neun Prozent.

Nur in drei Prozent der Haushalte lebten fünf oder mehr Menschen. Damit hielt der langfristige Trend zu kleineren Haushalten an: Von 1991 bis 2018 ging die durchschnittliche Haushaltsgröße von 2,27 auf 1,99 Menschen zurück.

Die Zahlen basieren auf Ergebnissen des Mikrozensus. Im Gegensatz zur Bevölkerungsfortschreibung, die die Bevölkerung an der Hauptwohnung zu einem Stichtag zählt, wird im Mikrozensus die Bevölkerung am Haupt- und Nebenwohnsitz im Jahresdurchschnitt ermittelt.

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