Serienerfinder: "Alles, was gut ist, hat auch mal ein Ende"

Geißendörfer schließt Fortsetzung der "Lindenstraße" aus

Köln (AFP) - "Lindenstraßen"-Erfinder Hans W. Geißendörfer hat eine Fortsetzung der Kultserie ausgeschlossen. "Alles, was gut ist, hat auch mal ein Ende", sagte Geißendörfer laut einer Vorabmeldung vom Sonntag den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Seine inzwischen für die Produktion zuständige Tochter Hana Geißendörfer sagte: "Es wird nicht weitergehen, die 'Lindenstraße' endet am 29. März 2020 mit der letzten Folge in der ARD."
"Lindenstraßen"-Macher Hana und Hans W. Geißendörfer Bild anzeigen
"Lindenstraßen"-Macher Hana und Hans W. Geißendörfer © AFP

Die ARD hatte bereits im November 2018 angekündigt, dass die am 8. Dezember 1985 gestartete Sonntagsserie im März 2020 letztmals ausgestrahlt wird. Der Sender begründete diesen Schritt damals mit niedrigeren Einschaltquoten bei hohen Kosten.

Hans W. Geißendörfer zeigt auch mehr als ein Jahr später kein Verständnis für diesen Beschluss. "Es ist uns allen ein Rätsel, was die Ursachen der Absetzung anbelangt", sagte er den Zeitungen. Es könne nicht das Geld sein, denn das Geld sei ja auch bisher vorhanden gewesen. "Es ist Willkür - und ich glaube, dass das Wort Willkür auch eine gewisse Boshaftigkeit beinhaltet", sagte Geißendörfer.

Zum Inhalt der letzten Folge mit dem Titel "Auf Wiedersehen" verrieten die Macher noch nicht viel. Hans W. Geißendörfer versicherte aber, es werde einen Cliffhanger geben, "bei dem viele Spekulationen möglich sind". Der ein oder andere werde danach sagen: "Es klingt fast so, als wäre es noch nicht das Ende."

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