Alle Bürger sollen zu Bereitschaft befragt werden

Gesundheitsminister für Neuregelung der Organspende

Frankfurt/Main (AFP) - Die Gesundheitsminister der Länder streben eine Neuregelung der Organspende an. Sie beschlossen auf ihrer Jahreskonferenz in Frankfurt am Main, die bisherige sogenannte Zustimmungslösung durch die Erklärungslösung zu ersetzen, wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mitteilte. Bei diesem Modell sollen alle Bürger gefragt werden, ob sie Organe spenden wollen oder nicht. Sie können dabei aber auch angeben, sich dazu nicht erklären zu wollen.
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Die derzeit in Deutschland geltende Zustimmungslösung sieht vor, dass ein Mensch schon zu Lebzeiten einer Organspende von sich aus zugestimmt haben muss oder Angehörige eines Hirntoten Ja sagen müssen. Die ebenfalls diskutierte Widerspruchslösung fand nach Angaben der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) bei dem Treffen keine Mehrheit. Bei diesem Ansatz wird grundsätzlich eine Spendenbereitschaft vorausgesetzt, der ein Bürger aktiv widersprechen muss.

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