(jk) - Kaum kommen die ersten warmen Tage nach dem Winter haben Heuschnupfen-Geplagte schon wieder mit den ersten Niesattacken zu kämpfen.
In diesem Jahr hat der Pollenflug sehr früh begonnen und die ersten Auswirkungen sind bei Allergikern schon deutlich zu spüren: Die Nase läuft, die Augen tränen und Asthmatiker bekommen schlecht Luft.
Die Meteorologen der Freien Universität Berlin haben nun den Beweis vorgelegt, dass nur einmal in den vergangenen 28 Jahren bereits im März eine so hohe Pollenbelastung vermerkt wurde. In den vergangenen Tagen wurde pro Kubikmeter Luft 50 Pollen registriert. Normalerweise gibt es solch eine Belastung erst Anfang April.
Birkenpollen gehören zu den häufigsten Ursachen für allergische Reaktionen. Bei den ersten Anzeichen im Frühjahr können Betroffene einen Allergietest durchführen lassen. Ist dieser positiv gibt es die Möglichkeit der Hyposensibilisierung, welche die Symptome dauerhaft abschwächen kann. Leider ist diese sehr aufwendig, da täglich Medikamente in Tabletten- oder Tropfenform eingenommen werden müssen. Eine mehrjährige Behandlung mit Spritzen kann auch in Frage kommen.
Der Deutsche Polleninformationsdienst (PID) informiert, dass eine Hyposensibilisierung bei Birkenpollenallergien „ohne Zweifel“ hilft. Fraglich hingegen sei die Wirkung beispielsweise bei Milben, da auch eine nachgewiesene allergische Reaktion (über einen Hauttest) nicht gleichbedeutend damit ist, ob eine Allergie gegen Hausstaubmilben besteht.
Menschen die unter Heuschnupfen leiden, sollten frühzeitig die entsprechenden Medikamente im Haus haben oder mit sich führen, so Karl-Christian Bergmann vom Allergiezentrum der Charité in Berlin.
Noch keine Kommentare vorhanden