Schauspielerin erlebte in ihrer Schulzeit "Sprachlosigkeit" beim Thema Holocaust

Iris Berben plädiert für Dialog der Kulturen

Mannheim (AFP) - Die Schauspielerin Iris Berben tritt aus biografischen Gründen gegen Antisemitismus ein. "Wir tragen hierzulande eine historische Verantwortung - in meiner Schulzeit und Jugend bin ich indes nie mit dem Holocaust konfrontiert gewesen, da herrschte Sprachlosigkeit", sagte Berben dem "Mannheimer Morgen" vom Freitag. "Das hat mich geprägt und die Überzeugung gestärkt, dass man Kenntnis haben muss von historischen Wurzeln und der Geschichte."
Iris Berben und ihr Sohn, der Produzent Oliver Berben Bild anzeigen
Iris Berben und ihr Sohn, der Produzent Oliver Berben © AFP

Die Zuwanderung aus arabischen Kulturen, die Israel sehr kritisch gegenüberstehen, sieht Berben differenziert. "Der Zusammenhang mit der Migration ist das große Thema und Problem, es wird freilich auch gern benutzt von den falschen Leuten, für ihre fragwürdigen Absichten."

Dies sei "das dünne Eis, auf dem wir uns bewegen. Wir sind dazu verpflichtet, Menschen in Not zu helfen - das sind Prinzipien unserer Humanität und unserer Demokratie, aber es gibt auch Menschen, die das ausnutzen und benutzen." Die Gesellschaft müsse diese Schwierigkeit annehmen. "Wir müssen immer wieder reden, den Dialog suchen - das ist die Aufgabe, die wir stemmen müssen."

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