OB A. Schröter: „Dieses Konzert wird ein Zeichen setzen"

Jena rockt gegen Rechts mit Lindenberg, Maffay, Silly am 2. Dezember

Jena (anw) - Unter dem Motto „Rock'n Roll Arena in Jena – für die bunte Republik" werden die deutschen Superstars Udo Lindenberg und Peter Maffay am 2. Dezember 2011 in der Oberaue ein Konzert geben. Außerdem wird „Silly" auf der Bühne südlich des „Märchenbrunnens" stehen. Weitere national bekannte Künstler sollen in den kommenden Tagen benannt werden. Der Eintritt zum Konzert, das 16 Uhr beginnt und bis gegen 20 Uhr dauern wird, ist kostenfrei.

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Udo Lindenberg wird in Jena beim Konzert „Rock'n Roll Arena in Jena – für die bunte Republik" spielen.

© Foto: Tine Acke/kängeruh production

Veranstalter ist die Stadt Jena, vertreten durch JenaKultur. „Dieses Konzert wird ein Zeichen setzen und Ermutigung geben", freute sich OB Albrecht Schröter auf das Riesenevent. Es werde sich erneut zeigen, dass in Jena kein „Platz für Neonazis" sei und dass die Stadt auch zukünftig denen keinen Raum geben werde, sagte Schröter bei einem Pressetermin am Freitagnachmittag.

Das Gesamtkonzept ist auf 60.000 plus Besucher auf dem 90.000 qu großen Areal angelegt. In dieser Größenordnung hat in der Stadt nie zuvor eine Veranstaltung stattgefunden.

Die Konzertidee stammt vom SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, der selbst anwesend sein wird und überdies Sponsoren einwerben will. Gabriel hatte mit Lindenberg telefoniert und sei sofort auf dessen Bereitschaft, in Jena aufzutreten, gestoßen, berichtete der Tourmanager von Lindenberg, Roland Temme (Think Big. Event- & Veranstaltungs GmbH, Köln). „In meiner über 30-jährigen Erfahrung als Konzertmanager habe ich noch nie erlebt, dass ein solches Großereignis innerhalb von 24 Stunden geplant werden konnte", dankte Temme allen Beteiligten für deren professionellen Einsatz. Der Respekt dafür war insbesondere an die Adressen von JenaKultur und der Jenaer Polizei gerichtet.

René Treunert, Leiter der Polizeiinspektion Jena, stellte das in kürzester Zeit entworfene Sicherheitskonzept vor. „Duisburger Verhältnisse sind in Jena nicht möglich", fasste Treunert das mit der Stadt, den Rettungsdiensten und dem Nahverkehr aufgestellte Konzept zusammen. Die Platz- und Wegesituation lasse eine Veranstaltung in der o.g. Größenordnung zu, es stünden genügend Freiräume zur Verfügung.

Wichtigster Punkt: Die Stadtrodaer Straße wird am 2.12. ab 11 Uhr zwischen Stadion und Fr.-Engels-Straße in beiden Richtungen komplett gesperrt werden, auch für die Straßenbahn. Die Wöllnitzer Straße muss zwischen Engels-Straße und Stadion als Weg für die Rettungskräfte komplett frei gehalten werden. Besucher aus Jena werden gebeten, die Oberaue möglichst ohne Auto anzusteuern. Die um die Oberaue vorhandenen rund 5.000 Parkplätze sollen vor allem den auswärtigen Besuchern vorbehalten bleiben. Auf dem Platz herrsche ein absolutes Glasverbot, an den verschiedenen Eingängen werden Kontrollen erfolgen, so Treunert.

Auf dem Seidelparkplatz würden eine Vermisstenstelle und ein Fundbüro eingerichtet. „Der Polizeiposten in Neulobeda wird an diesem Tag personell deutlich verstärkt, um das Alltagsgeschäft bei Noteinsätzen für den städtischen Südtraum führen zu können", sagte Treunert. Die Verkehrsinspektion am Hermsdorfer Kreuz werde bei Unfällen auf den Autobahnen A 4 und A 9 dafür sorgen, Umleitungen einzurichten, die Jena nicht tangieren.

Jenas Finanzdezernent Frank Jauch (SPD) geht davon aus, aus dem laufenden Haushalt wenigstens 20.000 Euro bereitstellen zu müssen. Darüber müsse in der kommenden Woche der Finanzausschuss des Jenaer Stadtrates entscheiden.

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