"Deutschland braucht einen Präsidenten, der vom Vertrauen einer breiten Mehrheit getragen wird"

Kein nötiges Vertrauen mehr - Bundespräsident Wulff ist zurückgetreten

Berlin (np) - Bundespräsident Wulff ist zurückgetreten. "Deutschland braucht einen Präsidenten, der vom Vertrauen einer breiten Mehrheit getragen wird", so Wulff in seiner Ansprache.

Wulff im Schloss Bellevue Bild anzeigen
Wulff im Schloss Bellevue © AFP

In der um elf Uhr angekündigten Erklärung hat Wulff seinen Rücktritt bekannt gegeben. In der siebenminütigen Rede erklärte er in einem kurzen Statement, was ihn zum Rücktritt veranlasste. Verloren gegangenes Vertrauen, war der Hauptgrund.

Von Beginn seiner Rede sprach Wulff in der Vergangenheitsform, somit war gleich von einem Rücktritt auszugehen. "Die Entwicklung der vergangen Tage hat gezeigt, dass mein Vertrauen beeinträchtigt ist.", so Wulff. "Aus diesem Grund ist es mir nicht mehr möglich das Amt des Bundespräsidenten ... wahrzunehmen." Horst Seehofer wird in der Zwischenzeit die Vertretung übernehmen.

Wulff räumte in der Rede Fehler ein, sagte aber zugleich, aufrichtig gewesen zu sein. Somit zeigte er bis zum Schluss keine Einsicht. Er ist noch immer überzeugt, juristisch korrekt gehandelt zu haben.

Gleichzeitig danke er seiner Familie, vor allem seiner Frau für den Rückhalt. "Sie hat mir und den Kindern starken Rückhalt gegeben."

Gestern hatte die Staatsanwaltschaft Hannover mitgeteilt, die Aufhebung der Immunität von Wulff zu beantragen. Zum ersten mal in der deutschen Geschichte muss die Staatsanwaltschaft gegen einen amtierenden Bundespräsidenten ermitteln.

Um 11.30 Uhr will sich Angela Merkel dazu äußern. Sie sagte angesichts der Entwicklung im Fall Wulff ihre geplante Italien-Reise ab.

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8 Kommentare

Hallo Achim.M ich hoffe wir sind nicht alleine, die mit Nachdruck um Aufklaerung und Veroeffentlichung bemueht sind.Wir sollten an der Sache dran bleiben und die Medien jagen, wenn sie die Angelegenheit ......
von worker am 20.02.2012
Ich erwarte, nein ich verlange von den Medien, dass sie mit gleicher Beharrlichkeit ueber die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen und der gerichtlichen Entscheidungen bezueglich der ......
von Achim.M am 19.02.2012

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