Nach Polizeiangaben wiesen die Frauenleichen in Torréon Folterspuren auf. Eine Obduktion sollte klären, ob die Opfer auch vergewaltigt wurden. Unklar ist demnach auch, ob das grausame Verbrechen auf das Konto krimineller Banden geht, die in der Region sehr mächtig sind. Zwischen 1993 und 2003 hatte es um die Stadt Ciudad Juárez im Nachbarstaat Chihuahua eine Welle von Morden an Frauen gegeben. Den in Mexiko als "Feminicidios" bezeichneten sexuell motivierten Gewalttaten waren rund 400 Frauen zum Opfer gefallen.
Bei einem Angriff auf eine Bar in einem Vorort von Mexiko-Stadt wurden unterdessen vier Männer und zwei Frauen getötet. Nach Justizangaben eröffneten Angreifer in der Bar in Nezahualcoyotl im Osten der mexikanischen Hauptstadt das Feuer auf die Gäste. Augenzeugen berichteten, die Angreifer hätten "Auf den Boden!" geschrien und dann auf eine Gruppe Gäste an einem der Tische geschossen. Zwei Menschen wurden verletzt.
In einem Haus im Badeort Acapulco fanden Ermittler derweil fünf Leichen, darunter eine schwangere Frau und ein kleiner Junge. Nachbarn hatten nachts Schüsse gehört, aus Angst jedoch erst nach Stunden die Behörden alarmiert.
Im mexikanischen Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen und den Sicherheitskräften wurden seit Ende 2006 mehr als 50.000 Menschen getötet. Damals hatte der scheidende Präsident Felipe Calderón einen großangelegten Militäreinsatz gegen die Drogenbanden gestartet.
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