Kipping: Ein-Euro-Verfahren können Ausbreitung des Virus bremsen

Linken-Chefin für bundesweite Zulassung von Corona-Schnelltests

Hamburg (AFP) - Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping hat die bundesweite Zulassung preiswerter Schnelltests auf das Coronavirus gefordert. Die Tests zum Preis für einen Euro könnten den Anstieg der Infektionszahlen im Herbst bremsen und "soziales Leben in der kalten Jahreszeit ermöglichen", sagte Kipping dem Magazin "Spiegel" in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Die Bundesregierung müsse deshalb die Zulassung und Produktion solcher Schnelltests vorantreiben.
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Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping © AFP

Die Linken-Chefin räumte ein, dass sich mit den Schnelltests zwar nicht nicht jedes Risiko vermeiden lasse, denn diese seien verglichen mit den Labortests eher unsicher. Jedoch identifizierten die Schnelltests ziemlich zuverlässig jene Menschen, die besonders ansteckend seien und deshalb besonders leicht zu sogenannten Superspreadern werden könnten.

Nötig seien aber klare Vorgaben der Bundesregierung für den Einsatz der Schnelltests, sagte Kipping. Ein positives Testergebnis müsse die Verpflichtung zur sofortigen Selbstquarantäne für 14 Tage oder bis zum Vorliegen eines negativen Labortests zur Folge haben. Ein negatives Ergebnis wiederum dürfe nicht als Nachweis für das Fehlen einer Infektion gewertet werden.

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