Wie der Leiter Unternehmensstrategie und Controlling der Barmer GEK, Uwe Repschläger, erklärte, zeige sich bei den regionalen Unterschieden des Gesundheitszustands der wesentliche Einfluss von Bildung und Einkommen auf Gesundheitschancen. Mit der Abwanderung von besser verdienenden und gebildeten Bevölkerungsgruppen aus den neuen Bundesländern habe sich auch eine Gesundheitsmigration vollzogen.
Die östlichen Regionen liegen demnach in der Morbiditätsstatistik zwar in den meisten, aber nicht in allen Krankheitsgruppen vorne. So zeigten sich bei Depressionen in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen sowie in Bayern die höchsten dokumentierten Krankheitslasten. Im Osten würden Depressionen dagegen unterdurchschnittlich auftauchen. Dies liege aber auch an der höhere Dichte der Versorgung mit Psychotherapeuten. Während in den Stadtstaaten die Versorgung bei bis zu 150 Prozent des Bundesdurchschnitts liege, liege sie im gesamten Osten um rund 50 Prozent darunter. "Mit der Zahl der Psychotherapeuten steigt naturgemäß die Zahl der Depressionsdiagnosen", erklärte Repschläger.
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