Zwei Männer und zwei Frauen auf Wildwasserbahn in Queensland gestorben

Millionenstrafe nach vier Todesfällen in australischem Freizeitpark

Brisbane (AFP) - Vier Jahre nach dem Tod von vier Menschen auf einer Wildwasserbahn ist der Betreiber von Australiens größtem Freizeitpark zu einer Millionenstrafe verurteilt worden. Wegen Sicherheitsmängeln auf der Wildwasserbahn Thunder River Rapids im Dreamworld-Park müsse Ardent Leisure 3,6 Millionen australische Dollar (2,18 Millionen Euro) Strafe zahlen, entschied am Montag ein Gericht im Bundesstaat Queensland. Damit blieb es unter der Maximalstrafe von 4,5 Millionen australischen Dollar.
Blumen für Todesopfer in Dreamworld-Freizeitpark Bild anzeigen
Blumen für Todesopfer in Dreamworld-Freizeitpark © AFP

Im Oktober 2016 waren zwei Männer und zwei Frauen gestorben, als ihre Boote auf der Wildwasserbahn zusammenprallten. Ardent Leisure erklärte, dass es die volle Verantwortung für das Unglück übernehme. In einer Mitteilung an die australische Wertpapierbörse Australian Securities Exchange entschuldigte sich die Unternehmensführung "uneingeschränkt" für den Vorfall und sprach den Angehörigen der Opfer dieser "schrecklichen Tragödie" ihr "tiefstes Mitgefühl" aus.

Das Unternehmen Ardent Leisure war zusätzlich in die Kritik geraten, als es versucht hatte, den Dreamworld-Park an der bei Touristen beliebten Gold Coast in Queensland noch vor der Beisetzung der Todesopfer wieder zu öffnen. Später versicherte der Konzern, ein neues Management habe die Sicherheitsvorkehrungen in dem Freizeitpark einer vollständigen Überprüfung unterzogen.

Ardent Leisure hat nach eigenen Angaben die "Mehrheit" der Opferangehörigen, Erste-Hilfe-Leistenden und anderen Betroffenen mittlerweile entschädigt. An der Klärung der noch ausstehenden Entschädigungsforderungen werde gearbeitet. Die Arbeit an einem Denkmal für die Unglücksopfer in Dreamworld wurde wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt, soll nach Unternehmensangaben aber in den kommenden Monaten fortgesetzt werden.

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