Mehrere Menschen in Lebensgefahr - Mehr als ein Dutzend Häuser zerstört

Mindestens acht Tote bei Explosion eines Tankwagens in Lima

Lima (AFP) - Nach der Explosion eines mit Flüssiggas beladenen Tanklasters in Perus Hauptstadt Lima hat sich die Zahl der Todesopfer auf mindestens acht erhöht. Vier Menschen seien in der Nacht zum Freitag ihren schweren Verbrennungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. 48 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr, erklärte Gesundheitsministerin María Elizabeth Hinostrozo.

Ausgebranntes Wrack des Tanklasters Bild anzeigen Ausgebranntes Wrack des Tanklasters © AFP

Unter den Toten sind dem Gesundheitsministerium zufolge drei Kinder, sieben weitere Minderjährige schweben demnach noch in Lebensgefahr. Mehrere Verletzte hätten Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers erlitten. Die Behörden riefen zu Blutspenden auf. Die Verletzten erhielten "volle Unterstützung, doch die erste Woche ist entscheidend", erklärte Hinostrozo.

Das Unglück hatte sich am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) im südlichen Viertel Villa El Salvador ereignet, als viele Bewohner auf dem Weg zur Arbeit waren. Der Fahrer des Tanklasters starb noch am Unfallort. Drei weitere Menschen, darunter ein neunjähriges Mädchen, erlagen nach Angaben des Gesundheitsministeriums ebenfalls am Donnerstag ihren schweren Verletzungen.

Unter den vier Menschen, die in der Nacht zum Freitag starben, waren nach Angaben des Ministeriums ein 17-jähriger Jugendlicher sowie ein 38-Jähriger, der Verbrennungen an 100 Prozent seines Körpers erlitten hatte.

Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der Tankwagen über eine Tempohemmschwelle, ein Schlauch löste sich, und es trat Gas aus. Es kam zu einer gewaltigen Explosion, deren Feuerball Menschen und Häuser in der Umgebung erfasste. Die Feuerwehr musste mit 13 Fahrzeugen anrücken, um den Großbrand zu löschen. 14 Häuser in der Umgebung wurden komplett zerstört.

Staatschef Martín Vizcarra sprach von einer "Tragödie" und sagte den Hinterbliebenen der Todesopfer und den Verletzten "jede Unterstützung" zu.