"Wir haben einen neuen Ansatz", begründete der Sprecher des auch für die Landespolizei zuständigen Regierungspräsidiums die neue, umfangreiche Suche. Auf den neuen Suchort in dem großflächigen Waldgebiet seien die Ermittler aufgrund einer dort entdeckten "Besonderheit" aufmerksam geworden, sagte der Sprecher. Worum es sich dabei handelte, wollte er nicht sagen.
Es gebe jedenfalls Vermutungen, dass dieser Ort im Zusammenhang mit der Tat stehen könnte. Ob es sich womöglich um den Tatort des Mordes an der 54-Jährigen oder den Fundort der Tatwaffe handeln könnte, wollte der Sprecher nicht sagen. Das Gebiet sei gründlichst durchsucht worden, die eingesetzten Polizisten hätten auch zum Teil im Boden gegraben. Außerdem sei das Fachwissen von Forstexperten hinzugezogen worden.
Maria Bögerl war am 12. Mai 2010 aus dem Haus der Familie in Heidenheim entführt worden. Der bis heute unbekannte Täter forderte 300.000 Euro Lösegeld. Die Geldübergabe scheiterte allerdings, weil die Beschaffung der Summe wegen der knappen Zeitvorgabe des Täters Probleme bereitete und der Bankier daher zu spät zum Übergabeort gekommen war. Die Leiche der Frau wurde dann 22 Tage später in einem Waldstück entdeckt. Die Obduktion ergab, dass die 54-Jährige erstochen wurde.
Der Fall Bögerl ist ein Kriminalfall voller Rätsel. Im vergangenen Jahr nahm sich der zwischenzeitlich auch unter Tatverdacht geratene Ehemann Thomas das Leben. Die Kinder des Paares warfen den Ermittlern schlampiges Arbeiten vor.
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