Auf einer neuen Internetseite will die UNO künftig mit ständig aktualisierten Informationen auf das Thema aufmerksam machen. Zudem stellte das UN-Büro zwei unterschiedlich lange Videos in mehreren Sprachen - auch auf Deutsch - auf die Internet-Plattform Youtube, in denen das Ausmaß von Fälschungen und illegalem Handel deutlich gemacht wird. Die Videos sollen auch im Fernsehen ausgestrahlt werden.
"Die organisierte Kriminalität spart kein Land und keine Region aus - sie bereichert sich, indem sie die Verletzlichsten bedroht und austrickst", erklärte der Direktor des UN-Büros gegen Drogen und Kriminalität (UNODC), Jury Fedotow, in Wien. Die Bedrohung zu stoppen, zähle zu den größten Herausforderungen der internationalen Gemeinschaft.
Mit ihrer Kampagne will die UNO auch das Bewusstsein für die Auswirkungen der organisierten Kriminalität auf die Gesellschaft schärfen. "Kriminelle Banden können Länder und ganze Regionen destabilisieren, die Entwicklung untergraben sowie für zunehmende Korruption, Erpressung, illegale Geschäfte und Gewalt sorgen". Geldwäsche höhle den internationalen Handel aus, gefälschte Medikamente und gepanschte Lebensmittel gefährdeten die normalen Märkte und setzten das Leben der Nutzer aufs Spiel.
Das UN-Büro gegen Drogen und Kriminalität untermauert seine Warnungen in den Videos mit Zahlen: Demnach erwirtschaften Betrüger durch Produktfälschungen jährlich 250 Milliarden Dollar. Mit illegalem Drogenhandel werden 320 Milliarden Dollar umgesetzt, am Menschenhandel werden 32 Milliarden Dollar verdient. Laut UNO werden zudem jährlich 1,5 Millionen Menschen Opfer von Betrügereien mit ihrer Identität. Schätzungsweise ein Prozent der Arzneimittel weltweit sind Fälschungen - in einigen Regionen Asiens, Afrikas und Südamerikas soll ihr Anteil inzwischen bei bis zu 30 Prozent liegen.
Die UN-Kampagne im Internet - Link zur Kampagne Deutsches Video (kurze Version) - Link zum deutschen Youtube-Video Deutsches Video (längere Version) - Link zum deutschen Youtube-Video
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