(sb) - Am 27. September erscheint der lang ersehnte neue Roman von J.K. Rowling „Ein plötzlicher Todesfall“ (im englischen „The Casual Vacancy“). Trotz der Hoffnungen vieler Harry Potter Fans auf eine Fortsetzung der Geschichte des Zauberschülers handelt es sich bei ihrem neuen Roman um einen Krimi für Erwachsene, der komplett in der Welt der Muggel spielt.
Ganz Pagford steht unter Schock als der Anfang 40-jährige Barry Fairbrother stirbt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade tobt innerhalb kürzester Zeit ein Kleinkrieg zwischen Arm und Reich, Kindern und Eltern, Frauen und Ehemännern sowie zwischen Lehrern und Schüler. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen - einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?
Der Gesellschaftsroman erzählt wie die Menschen einer Kleinstadt von den großen sozialen Unterschieden und Konflikten eingeholt werden, die unsere heutige Gesellschaft zunehmend prägen. Er erzählt von Träumen und Lebensentwürfen, vom Scheitern, von Täuschung und Selbsttäuschung.
Wie auch bei den Harry-Potter-Romanen stehen die Manuskripte unter strengster Geheimhaltung, was für die Übersetzerinnen Susanne Aeckerle und Marion Balkenhol einige Herausforderungen bedeuteten. Die fast 600 Seiten mussten innerhalb von vier Wochen und ausschließlich in den Londoner Verlagsräumen übersetzt werden. Ihre Laptops (ohne Internetanschluss) waren mit dreifachen Codewörtern gesichert und zusätzlich mit einem Sicherheitsschloss am Schreibtisch angekettet.
Die Produktion des Buches ging mit strengen Sicherheitsvorkehrungen weiter. Joachim Kaufmann, kaufmännischer Geschäftsführer bei Carlsen, berichtet: „Die Produktion erfolgte in einem abgesperrten Bereich der Druckerei, Mitarbeiter der Druckerei durften wegen der Gefahr von Fotografien keine Handys mit in diesen Bereich bringen, bei allen, die diesen Bereich betreten haben, wurden anschließend Taschenkontrollen von eigens angestellten Wachmannschaften durchgeführt.“ Schließlich rollt die heiße Waren in verplombten LKWs zu den Kunden und Auslieferern.
Die Vergangenheit zeigte, dass solche Sicherheitsvorkehrungen dringend nötig sind, damals wurde sogar Rowlings Hausmüll nach handschriftlichen Notizen durchwühlt. Und auch heute gibt es Millionen Fans, die unbedingt wissen wollen was Rowling Neues schreibt. Das Internet und soziale Netzwerke würden die Verbreitung innerhalb kürzester Zeit ermöglichen. Dabei ist „der Inhalt so gut und so überraschend anders als Harry Potter, dass er es verdient hat, dass mit dem Erscheinungstermin alle gleichzeitig lesen können und sich nicht durch Vorabgerüchte ihre Meinung bilden müssen“, so Kaufmann.
Die Ullstein-Verlegerin Dr. Siv Bublitz ist sich sicher, „Ein plötzlicher Todesfall“ hat alles was ein Buch zum Erfolg braucht. „Ein vielschichtiges und komplexes Werk, das einer häufigen Lektüre standhält. [...] Jede Figur bekommt ihre Eigenheiten, auch in der Sprache. Sie beschreibt nicht einfach nur, sondern lässt die Figuren sich ineinander spiegeln. Das ist extrem raffiniert gemacht.“
„Ein plötzlicher Todesfall“ erscheint zeitgleich in Großbritannien, Deutschland und den USA und einen Tag später in Frankreich. In Deutschland startet die erstauflage mit 500.000 Exemplaren und wird in einer Kooperation von Carlsen und Ullstein veröffentlicht. Das Hardcover erscheint im Carlsen Verlag, der auch die Harry Potter Bände verlegte. Die Taschenbuchausgabe wird zu einem späteren Zeitpunkt von Ullstein publiziert.
J.K. Rowling - Ein plötzlicher Todesfall
Carlsen Verlag
Aus dem Englischen von Susanne Aeckerle und Marion Balkenhol
576 Seiten
24,90 EUR
ISBN: 978-3-551-58888-3
Erscheint am 27. September 2012
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