Fahrzeug durchquert australisches Hinterland in 37 Stunden

Niederländisches Team gewinnt Solar-Autorennen in Australien

Adelaide (AFP) - Zum dritten Mal in Folge hat ein niederländisches Team ein bekanntes Solarauto-Rennen in Australien gewonnen. Team "Nuon" steuerte sein Solarfahrzeug bei der "World Solar Challenge" in 37 Stunden von Darwin nach Adelaide und setzte sich somit gegen 40 Konkurrenten durch, wie die Veranstalter erklärten.
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Solarfahrzeug im australischen Hinterland © AFP

Schon seit 1987 treten bei dem Rennen Teams aus aller Welt gegeneinander an, um ihre Innovationen zu präsentieren. Dahinter steckt der Traum, dass Solarfahrzeuge in Zukunft alltagstauglich und für den Markt interessant sind. Bis dahin messen sich Vertreter aus Wissenschaft und Privatwirtschaft auf der 3000 Kilometer langen Strecke durch das australische Hinterland. Die Teilnahmebedingungen sind simpel: die Fahrzeuge sollen sich allein durch Sonnenstrahlen und ihre physikalischen Kräfte vorwärts bewegen können.

Der diesjährige Wettkampf begann vergangenen Sonntag (Ortszeit) in Darwin und ging am Donnerstag in Adelaide zu Ende. Zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang legten die Konkurrenten jeden Tag einen Teil der Strecke zurück. In der Nacht standen die Fahrzeuge, die nur wenig Energie speichern durften und sich überwiegend auf Sonnenenergie stützen mussten, gezwungenermaßen still.

Das Siegerteam "Nuon" durchquerte die zentralaustralische Wüstenregion mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 81 Stundenkilometern. Nach 37 Stunden reiner Fahrtzeit erreichte das niederländische Solarauto "Nuna 9" als erstes das Ziel. Die Niederlande gehen somit zum siebten Mal als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Rund zwei Stunden später überquerte das "Novum"-Team der US-Universität Michigan die Ziellinie. Den dritten Platz belegte der "Punch Powertrain" aus Belgien.

In einer weiteren Wettkampfkategorie der "World Solar Challenge" wurden Solarfahrzeuge für den alltäglichen Gebrauch präsentiert. Auch in dieser Klasse wird voraussichtlich ein niederländisches Team zum Gewinner gekürt. An zweiter Stelle könnte dort am Freitag ein deutsches Team der Hochschule Bochum ins Ziel rollen.

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