Der Papst nahm in seiner Osterbotschaft Bezug auf die "blutigen terroristischen Anschläge" der vergangenen Monate in Nigeria und wünschte, dass es gelinge, dort eine "friedliche Gesellschaft" aufzubauen. Unterdessen bestätigten die Sicherheitskräfte des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes, dass in der Stadt Kaduna bei der Explosion zweier mit Sprengstoff präparierter Autos direkt vor einer Kirche mindestens 20 Menschen ums Leben kamen.
Eine Woche vor seinem 85. Geburtstag war der Papst offensichtlich in guter gesundheitlicher Verfassung. Im Nahen Osten sollten alle ethnischen, kulturellen und religiösen Kräfte im Sinne des Gemeinwohls zusammenarbeiten, forderte der Papst. Das "Blutvergießen" in Syrien müsse ein Ende finden; "unverzüglich" sollten die Konfliktbeteiligten "den Weg der Achtung, des Dialogs und der Versöhnung" beschreiten.
Der Vatikan teilte am Ostersonntag offiziell mit, dass der Papst vom 14. bis 16. September in den Libanon reist. Er will das spannungsgeladene Land im Nahen Osten, das an Syrien grenzt, damit erstmals besuchen. Im Mai 2009 hatte er sich bereits in Jordanien, Israel und den besetzten Palästinensergebieten aufgehalten.
In der Osternacht warnte der Papst vor eine Verdunklung Gottes und seiner Werte. Der Mensch sei fähig, die materiellen Dinge zu sehen, erkenne aber nicht, wohin die Welt geht und woher er kommt, mahnte das katholische Kirchenoberhaupt am Samstagabend im Petersdom. Während der Messe nahm der Papst acht Erwachsene durch Taufe, Firmung und erste Kommunion in die Kirche auf.
Zu Beginn der Messe trug der Papst eine Kerze in den dunklen Petersdom. Als zum Ruf "Lumen Christi" (Licht Christi) auch tausende Gläubige ihre Kerzen entzündeten, wurde die riesige Basilika hell erleuchtet. Das Licht symbolisiert die Auferstehung Christi von den Toten, an die in der spätabendlichen Messe erinnert wird.
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