Edelstein blickt auf wechselvolle Geschichte zurück
Preußen-Diamant für 7,5 Millionen Euro versteigert
Genf (AFP) - Ein jahrhundertealter Diamant, mit dem sich zahlreiche europäische Königshäuser in der Vergangenheit schmückten, ist für umgerechnet 7,5 Millionen Euro versteigert worden. Ein unbekannter Telefonbieter erhielt bei der Sotheby's-Auktion in Genf den Zuschlag für den "Beau Sancy". Der Erlös war damit fast doppelt so hoch wie der Schätzwert des tropfenförmigen Edelsteins mit 34,98 Karat.
Preußen-Diamant
© AFP
Der Diamant hat eine wechselvolle Geschichte: Der französische König Heinrich IV. kaufte ihn 1604 für seine Frau Maria de Medici, die ihn dann bei ihrer Krönung trug. Um ihre Schulden zu begleichen, verkaufte die Monarchin den Diamanten später an das Haus Oranien-Nassau. Als Hochzeitsgeschenk gelangte der "Beau Sancy" danach an Maria II. von England und von dort über Umwege zu Friedrich I. von Preußen, der ihn in seine Krone einarbeiten ließ.
Artikel vom 15.05.2012
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