39-Jähriger wegen Urheberrechtsverletzung vor Gericht

Prozess gegen Gründer des Portals Kino.to begonnen

Leipzig (AFP) - Vor dem Landgericht Leipzig hat der Prozess gegen den Gründer des illegalen Filmportals Kino.to begonnen. Dem 39-jährigen Mann wird die Verletzung von Urheberrechten in mehr als 1,1 Millionen Fällen vorgeworfen. Er soll das Urheberrecht durch Links auf seiner Seite zu den geschützten Filmen verletzt haben. Dem Leipziger drohen in dem auf vier Verhandlungstage angesetzten Prozess bis zu fünf Jahre Haft. Der Programmierer der 2008 gegründeten und im vergangenen Jahr gesperrten Seite war kürzlich zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden.
Prozess gegen Kino.to-Gründer in Leipzig Bild anzeigen
Prozess gegen Kino.to-Gründer in Leipzig © AFP

Das Raubkopier-Filmportal kino.to war im vergangenen Sommer zwangsweise stillgelegt worden. Kino.to war das größte deutschsprachige Internetportal für Filmraubkopien. Die Webseite hatte etwa vier Millionen Nutzer täglich. Sie fanden dort kostenlos Links zu Servern mit illegal angebotenen Titeln. Nach Einschätzung der Ermittler lag der Schaden für die Filmwirtschaft im siebenstelligen Eurobereich, während die Hauptbeschuldigten enorme Gewinne einstrichen.

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