Zweite Ankündigung über eine gescheiterte royale Ehe innerhalb einer Woche

Queen-Neffe kündigt inmitten der Krise der Royals seine Scheidung an

London (AFP) - Die nächste Hiobsbotschaft für die Queen inmitten der Krise des britischen Königshauses: David Armstrong-Jones, Neffe von Königin Elizabeth II., und seine Frau Serena lassen sich scheiden. Der Graf und die Gräfin von Snowdon hätten "einvernehmlich entschieden, dass ihre Ehe zu einem Ende gekommen sei", sagte ein Sprecher des Paares am Montag. Es ist bereits die zweite Scheidungsankündigung in der britischen Königsfamilie innerhalb einer Woche.

David Armstrong-Jones (l.) 2017 mit der Queen Bild anzeigen David Armstrong-Jones (l.) 2017 mit der Queen © AFP

"Sie bitten die Presse, ihre Privatsphäre und die ihrer Familie zu respektieren", sagte der Sprecher weiter. Der 58-jährige Neffe von Queen Elizabeth II. ist auch als David Linley bekannt, machte sich als Möbel-Unternehmer einen Namen und leitete in der Vergangenheit das Auktionshaus Christie's. Gemeinsam mit seiner 49-jährigen Frau Serena hat er zwei Kinder: Ihr Sohn Charles ist 20 und ihre Tochter Margarita 17 Jahre alt. Das Paar hatte im Jahr 1993 geheiratet.

Armstrong-Jones steht an Platz 21 der britischen Thronfolge - und ist damit das erste Mitglied der Königsfamilie in der offiziellen Thronfolgerliste, das kein direkter Nachfahre von Elizabeth II. ist. Armstrong-Jones ist Sohn von Elizabeths bereits verstorbener Schwester Margaret.

Bereits vergangene Woche hatten der älteste Enkel der Queen, Peter Phillips, und seine Frau Autumn bekanntgegeben, sich scheiden zu lassen. Phillips ist der Sohn von Prinzessin Anne und ihrem ersten Mann, Mark Phillips. Er trägt keinen königlichen Titel und übernahm bislang keine Tätigkeiten im Namen der königlichen Familie - er erhält daher auch keine öffentlichen Gelder.

Die gescheiterten Ehen fallen in eine turbulente Zeit für das britische Königshaus: Zu Jahresbeginn hatten Queen-Enkel Prinz Harry und seine Frau Meghan ihren Teil-Rückzug aus dem Königshaus erklärt und damit das ganze Land in Aufregung versetzt. Sie verkündeten, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen, finanziell auf eigenen Füßen stehen und künftig teils in Nordamerika leben zu wollen. Die Entscheidung wurde in der britischen Presse als "Megxit" kommentiert.

Bereits zuvor hagelte es schlechte Schlagzeilen für die britischen Royals: Der zweite Sohn der Queen, Prinz Andrew, hatte im November wegen seiner Verwicklung in den Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seine öffentlichen Aufgaben als Mitglied des britischen Königshauses niedergelegt.