(np/pm) - Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. Als Risikofaktoren gelten Übergewicht, ein Alter über 30 Jahren und eine erbliche Vorbelastung mit Diabetes mellitus. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nun die Kosten für die Test, um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen.
Knapp 4 Prozent aller werdenden Mütter entwickeln im Laufe ihrer Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). „Da diese Störung des Zuckerstoffwechsels nur selten Beschwerden verursacht, wird er ohne Test kaum entdeckt. Unbehandelt kann ein Schwangerschaftsdiabetes jedoch ernsthafte Folgen für die Gesundheit von Mutter und Kind bedeuten“, warnt Franziska Becher von der IKK classic. So sind Kinder von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes im Durchschnitt etwas schwerer, was wiederum eine verzögerte Geburt nach sich ziehen kann. Bei erhöhtem Blutzucker während der Schwangerschaft steigt zudem das Risiko für Präeklampsie, eine seltene Schwangerschaftserkrankung, die steigendem Blutdruck und Wassereinlagerungen im Körper der Mutter verursacht.
Erhöhte Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft treten häufiger bei übergewichtigen Frauen, werdenden Müttern über 30 oder Frauen mit Diabetesfällen in der Familie auf. Aber auch schlanke Frauen können einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln.
„Schwangere Frauen haben seit März 2012 Anspruch auf einen T est auf Schwangerschaftsdiabetes als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Test misst, wie der Körper auf eine größere Menge Traubenzucker reagiert und wird im 6. oder 7. Schwangerschaftsmonat angeboten. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen“, informiert Franziska Becher von der IKK classic.
Meist kann der erhöhte Blutzucker allein durch eine Umstellung der Ernährung und mehr Bewegung ausreichend gesenkt werden. Nur wenige Frauen haben so anhaltend hohe Zuckerwerte, dass sie Insulin spritzen sollten.
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