(np) - Fast jeder zweite Deutsche ist zu dick. Im Jahr 2009 waren insgesamt 51 Prozent der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig. Tendenz steigend. Dies kann gesundheitliche Folgen haben -auch für die Bandscheibe.
Übergewicht wird nach dem so genannten Body-Mass-Index bestimmt. Dieser Index wird errechnet, indem man das Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern) teilt, Geschlecht und Alter bleiben unberücksichtigt. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Erwachsene mit einem Body-Mass-Index über 25 als übergewichtig, mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig ein.
Nicht nur Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Arthrose und Durchblutungsstörungen werden durch Übergewicht gefördert. Wie japanische Forscher nun herausfanden, kann durch Übergewicht auch das Riskio von Bandscheibenvorfällen deutlich erhöht werden.
Untersucht wurden für die Studie 2.599 Männer und Frauen. Die Testpersonen hatten einen unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund und es spielte bei der Auswahl der Probanten keine Rolle, ob sie unter Rückenschmerzen litten oder nicht. Das Durchschnittsalter betrug 42 Jahre. Bei der Untersuchung stellten die Ärzte den BMI (Body Mass Index) fest und untersuchten die Wirbelsäule der Männer und Frauen mittels MRT (Magnetresonanztomographie).
Es kam bei der Auswertung der Ergebnisse heraus, dass 73 Prozent der Untersuchten unter einer Bandscheibendegeneration litten. Wie erwartet litten Menschen mit zunehmenden Alter aufgrund von Abnutzungserscheinungen häufiger an Rückenschäden. Aber auch fettleibige Teilnehmer wiesen besonders oft starke Abnutzungserscheinungen der Bandscheiben auf.
Stark Übergewichtige haben demnach ein doppelt so hohes Risiko, durch Bandscheibenabnutzung bedingte Rückenschmerzen zu bekommen wie Menschen mit normalem Gewicht.
Laut WHO gelten 1.5 Milliarden Menschen als übergewichtig.
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